F1-Test Bahrain 2

Sandsturm im Getriebe

Felipe Massa Foto: Callo Albanese

Update ++ Schon zum Testauftakt am Dienstag (10.2.) hatte sich in Bahrain dichter Nebel über die Strecke gelegt. Am Mittwoch kam es noch schlimmer: Ein heftiger Sandsturm durchkreuzte nachhaltig das Testprogramm.

Die Formel 1-Testfahrten 2009 stehen unter keinem guten Stern. Schon die erste Testwoche in Portimao im Januar war komplett verregnet. Und auch die zweite Gelegenheit zur Erprobung des neuen Materials, kommt einfach nicht richtig in die Gänge. Während die fünf in Europa gebliebenen Teams am Dienstag in Jerez durchgängig mit Schauern kämpfen mussten, hatten die drei Ausreißer-Teams Ferrari, BMW-Sauber und Toyota in Bahrain mit Frühnebel zu kämpfen.

In Spanien wird man sich insgeheim ins Fäustchen gelacht haben, als die ersten Wetterberichte vom Mittwoch aus Bahrain gemeldet wurden: Ein heftiger Sandsturm fegte ab 9.00 Uhr in der Früh über die Piste im arabischen Königreich und behinderte den Testbetrieb. 40 Minuten später war die Strecke derart mit dem feinen Staub bedeckt, dass die Fahrten komplett eingestellt werden mussten.


Verschenkter Tag

"Es ist frustrierend, denn das Auto ist vielversprechend", klagte Timo Glock. "Wir hoffen nun auf bessere Bedingungen in den kommenden Tagen." Der Toyota-Pilot konnte gerade einmal 14 Runden zurücklegen. Mit dem Ausweichen nach Bahrain wollten die drei Teams eigentlich dem schlechten Bedingungen in Südeuropa aus dem Weg gehen.

"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es nun einen Sandsturm gab, nachdem wir extra nach Bahrain gekommen sind, um mehr Zeit auf der Strecke sicherzustellen", jammerte auch Chefingenieur Dieter Gass. Vor allem die Reifen sollten bei den warmen Temperaturen auf der arabischen Halbinsel getestet werden. Die Reise nach Bahrain hat jedes Team rund 500.000 Euro extra gekostet.

Auch wenn es sportlich nicht besonders aussagekräftig ist: Schnellster in den ersten Minuten war Felipe Massa im Ferrari in 1:33.639 Minuten, vor BMW-Pilot Robert Kubica (1:34.398) und Timo Glock (1:34.902) im Toyota. Keiner aus dem Trio konnte mehr als 22 Runden zurücklegen.

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