F1-Test Bahrain

Nebel zum Test-Auftakt

Felipe Massa Foto: dpa

Eigentlich wollten Ferrari, Toyota und BMW-Sauber im fernen Bahrain dem schlechten Europa-Wetter entfliehen. Zum Auftakt der Testfahrten am Dienstag (10.2.) gab es allerdings zunächst einmal Nebel.

Die Suppe hing so dicht über dem Sakhir Circuit, dass der Rettungshubschrauber nicht starten konnte. Zwei Stunden der wertvollen Testzeit waren vergangen, bis sich die Sonne durchsetzte und die Autos endlich auf die Strecke durften. Das Einschießen auf die noch sehr rutschige Piste wurde im Eiltempo bis zur Mittagspause abgespult.
 
Das schnellste der drei Autos pilotierte Timo Glock. Der Toyota-Fahrer spulte auf der 5,412 Kilometer langen Piste 82 Runden ab und setzte in 1:33.501 Minuten die Tagesbestzeit ab. "Nach dem verregneten Portugal-Test war dies die erste Chance, dem TF109 eine Ausfahrt im Trockenen zu genehmigen", sagte der Wersauer zufrieden.

Brauchbare Ergebnisse

Der Fokus beim Toyota-Team lag vor allem auf Abstimmungsarbeiten. "Am Ende haben wir eine gute Linie gefunden", berichtet Glock. "Das Auto hat sich berechenbar angefühlt, was schon mal ein gutes Zeichen ist. Wir haben viele Runden abgespult, der Start war also vielversprechend." Auch Chefingenieur Dieter Gass gab sich anschließend zufrieden: "Es war ein positiver Tag. Wir hatten keine Probleme und haben brauchbare Ergebnisse gesammelt."

Bei Ferrari saß Vize-Weltmeister Felipe Massa am Steuer. Der Brasilianer kam in der verkürzten Zeit sogar auf 98 Runden, war allerdings in seinem schnellsten Umlauf ein gutes Zehntel langsamer als Glock. Während am Vormittag ebenfalls Setup-Arbeit auf dem Programm stand, wurde am Nachmittag bei gemütlichen 27°C Grad Außentemperatur ein Longrun abgespult.

Reparaturpause bei BMW-Sauber

Mehr Probleme hatte da schon BMW-Sauber zu berichten. Robert Kubica wurde nach der Mittagspause von einem technischen Problem gestoppt. Nach kurzer Reparaturzeit ging es aber auch beim Polen weiter. "Es war das erste Mal, dass ich das Auto bei warmen Wetter bewegen konnte", sagte Kubica anschließend zufrieden. "Wir haben viel über das Verhalten des Autos bei diesen Bedingungen gelernt. Zusammenfassend kann man es also als guten Tag bezeichnen."

Kubica kam insgesamt auf 95 Runden zum Auftakt. Mit 1:33.702 Minuten lag BMW-Sauber ebenfalls nur knapp hinter dem Bestwert von Toyota. Am Mittwoch folgt der zweite von insgesamt acht Testtagen in Bahrain. Die Fahrerbesetzung der drei Teams bleibt zunächst die gleiche wie zum Testauftakt.

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