F1-Test Barcelona 2 (Tag 2)

Rosberg-Bestzeit und Hülkenberg-Debüt

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 27. Februar 2015 Foto: xpb 151 Bilder

Nico Rosberg und Mercedes ließen am zweiten Testtag der zweiten Barcelona-Woche den Hammer fallen. Auf weichen Gummis unterbot der Vizeweltmeister die Massa-Zeit vom Vortag um über sieben Zehntel und zementierte damit die Mercedes-Vormachtstellung.

Dieser Schlag dürfte sitzen. Mercedes schnallte am Freitag (27.2.2105) erstmals die weichen Pirelli-Gummis auf den F1 W06 und butterte damit die Konkurrenz. Nico Rosberg, der das Steuer von Lewis Hamilton übernahm, fuhr auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya eine Zeit von 1:22.792 Minuten.

Rosberg über 1,2 Sekunden vor Bottas

Der Wahlmonegasse unterbot damit die Massa-Bestzeit vom Vortag (selbe Reifenmischung) um über sieben Zehntel. Und Rosberg konnte diese Zeit nicht nur einmal in den Asphalt stampfen. In einem zweiten Versuch auf den weichen Gummis war er nur 20 Tausendstel langsamer als beim ersten Anlauf.

Bei den Vorsaisontests zeigt die Formel 1 damit, dass sie schneller geworden ist. 2014 lag die Pole-Position-Zeit von Lewis Hamilton vom GP Spanienn noch bei 1:25.232 Min. Diese Marke unterboten am Freitag gleich drei Fahrer. Zu ihnen zählte auch Valtteri Bottas. Der Williams-Pilot positionierte sich auf dem zweiten Rang. Dem Finnen fehlten allerdings 1,203 Sekunden auf die Top-Zeit.

Kvyat sorgt im Red Bull für erste rote Flagge

Dahinter landete Felipe Nasr auf dem dritten Rang. Wie am Vortag simulierte Sauber den Ablauf eines Rennwochenendes. Am Morgen probierte der Brasilianer ein paar Starts, ehe er nach dem passenden Setup für den Sauber C34 suchte. Danach spulte der Formel 1-Neuling ein paar Qualifying-Runs ab. Hierbei erzielte er auf den Soft-Reifen seinen schnellsten versuch. Den extraweichen Kleber "Supersoft" ließ Sauber im Regal. Am Nachmittag spulte der 22-Jährige eine Rennsimulation ab, die allerdings durch die erste Rote Flagge des Tages unterbrochen wurde.

Diese löste Daniil Kvyat im Red Bull aus. Der Russe blieb in Kurve eins in seinem RB11 liegen. Nach über einer Stunde in der Garage ging es für Kvyat in den letzten anderthalb Stunden nochmals auf die Bahn. Die Zeitenjagd überließ Red Bull aber wieder den anderen. Nach Aero-Runs am Morgen mit riesigen Messapparaturen hinter den beiden Vorderreifen konzentrierte sich der Brausehersteller am Nachmittag auf mittellange Ausfahrten. Am Ende reichte es zu Platz acht.

Premiere für Hülkenberg im VJM08

Besser positionierte sich der ehemalige Red Bull-Schützling Sebastian Vettel. Der neue Ferrari-Pilot reihte sich auf der vierten Position ein (Medium-Reifen). Die Scuderia testete am Freitag einen neuen Frontflügel, der sich deutlich vom Vorgängermodell unterscheidet. Hauptflügel und Kaskade wurden geändert, dazu setzten die Ferrari-Techniker ein zusätzliches Leitblech auf den Frontflügel. Auch das Profil und die Endplatten wurden überarbeitet. Auf eine Rennsimulation verzichtete Ferrari wieder. Stattdessen rückte Vettel am Nachmittag immer wieder auf den harten oder Medium-Pneus aus. Seine Zeiten waren dabei konstant, aber nicht besonders schnell.

Eine Premiere gab es am Freitag auch. Nico Hülkenberg rückte das erste Mal mit dem neuen Force India VJM08 aus. Die Jungfernfahrt verlief positiv. Der lange Rheinländer erzielte 77 Umläufe. Das neue Arbeitsgerät scheint auf Anhieb ordentlich zu funktionieren.

McLaren-Honda schafft über 100 Runden

Die größte Überraschung des Tages gelang McLaren-Honda. Nach bisher acht von neun verkorksten Testtagen spulte das Team endlich ein reibungsloses Programm ab. Jenson Button knackte sogar die 100-Runden-Marke. In der Endabrechnung belegte der Weltmeister von 2009 den fünften Rang.

Seinen persönlich schnellsten Umlauf schaffte er auf der Mischung "soft". McLaren übte sogar Boxenstopps. Das erschien gestern noch undenkbar. 20 Minuten vor Tagesende blieb Button zwischen Turn 7 und 8 stehen. Ein Elektridefekt stoppte den MP4-30.

Neben Button übersprangen noch fünf weitere Piloten die 100-Runden-Hürde. Ohnehin wurden am Freitag richtig viele Kilometer gestrampelt. Zu den fleißigsten Fahrern gehörte Max Verstappen. Der 17-jährige Niederländer hatte im Toro Rosso ein straffes Programm. Das Team experimentierte weiter mit den neuen Teilen und ließ Verstappen mit unterschiedlichen Aero-Kinfigurationen raus.

Mit dem siebten Rang landete Verstappen einen Platz hinter Maldonado, der im Lotus E23 vor allem bei längeren Stints auf den Medium-Pneus auf sich aufmerksam machen konnte. Der schwarze Rennwagen könnte das Potential haben, wieder an der Spitze mitzumischen. Kurz vor Schluss sorgte Maldonado allerdings für die letzte Unterbrechung des Tages.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die schönsten Bilder des zweiten Testtags mit vielen Technik-Highlights und der Jungfernfahrt des Force India.

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