F1-Test Jerez 1

Vettel deklassiert die Konkurrenz

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 38 Bilder

Auch wenn Red Bull tief stapelt, zeigen die guten Testzeiten weiter das große Potenzial des neuen RB5. Auch zum Testauftakt in Jerez am Sonntag (2.3.) stand Sebastian Vettel ganz oben in der Zeitentabelle.

Gleich acht Teams sind diese Woche in Jerez im Einsatz, um weitere Erfahrungen mit den neuen Boliden zu sammeln. Viele Autos haben sich seit den Präsentationen stark weiterentwickelt. So langsam legen alle ihre Karten auf den Tisch.

Höhere Leistungsdichte

Auch wenn Testzeiten natürlich nicht überbewertet werden dürfen, so zeigt sich mittleriweile zumindest eine kleine Tendenz: Ferrari und McLaren-Mercedes sind lange nicht mehr so weit enteilt, wie noch in der vergangenen Saison. Bereits bei den letzten Tests in Bahrain waren Toyota und BMW-Sauber auf Augenhöhe mit der Scuderia. Und auch McLaren-Mercedes hat in der Saisonvorbereitung noch nicht gezeigt, was wirklich im MP4-24 steckt.
 
Ein anderes Team schrieb dagegen zuletzt nur positive Schlagzeilen: Der Red Bull von Sebastian Vettel hat sich zu so etwas wie einem Geheimfavoriten entwickelt. Experten zeigten sich schon bei der Vorstellung begeistert von den technischen Ideen und der Ausgereiftheit des RB5. Ein kurzer Blick in die Internetforen zeigt: Auch bei den Fans kommt das Design gut an.

Schön und schnell

Das wichtigste ist allerdings, dass der Red Bull auf der Strecke schnell ist. Und da scheint Stardesigner Adrian Newey wieder mal ein Volltreffer gelungen zu sein. Auch wenn Vergleiche wegen unterschiedlichen Spritmengen und Reifen schwierig sind, konnte Vettel zum Auftakt schon eine erste Duftmarke setzen. 1:19.055 Minuten bedeuteten eine deutliche Tagesbestzeit. Egal ob Test oder nicht - diese Zeit muss man am ersten Tag mit wenig Grip auf der Strecke erst einmal fahren.

Bei Red Bull versucht man die Erwartungen bisher unten zu halten. "Ich bin zufrieden. Das Auto fühlt sich gut an", gab Vettel zu Protokoll. "Wir müssen aber bis Australien warten, bis wir wissen, wo wir wirklich stehen." Saisonziel bleibe nach Angaben der Teamleitung auch weiterhin, sich an die Spitze des Mittelfeldes zu setzen. Schon im Vorjahr habe das Auto bei den Wintertests vielversprechende Ansätze gezeigt, die dann mit Rang sieben in der Konstrukteurs-WM nicht erfüllt werden konnten.

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