F1-Test Jerez 2

Programm nach Plan

Heikki Kovalainen Foto: dpa 27 Bilder

Während Ferrari, BMW-Sauber und Toyota in Bahrain mit Sandstürmen zu kämpften hatten, konnten die fünf in Europa gebliebenen Teams am Mittwoch (11.3.) ihr Testprogramm wie geplant durchziehen.

Wie erwartet gab Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi auch am zweiten Testtag das Tempo vor. Der Schweizer durfte dabei aber erneut mit dem 2008er-Material fahren, dass den anderen Neuwagen in puncto Aerodynamik deutlich überlegen ist. Da es keine neue Teile zu testen gab, konzentrierte sich Toro Rosso auf eine Rennsimulation.

Buemi mit Lehrstunde

Dabei zog Buemi in Jerez das komplette Programm eines Grand Prix-Wochenendes an nur einem Tag durch. Qualifying, Rennen, Tanken, Safety-Car - auf den insgesamt 143 Runden ließ die Teamleitung den 20-Jährigen Rookie alle wichtigen Phasen durchlaufen. "Es war ein gutes Vorbereitungsprogramm. Alles was wir jetzt noch brauchen, ist ein neues Auto", äußerte sich Buemi zufrieden.
 
Bester Neuwagen-Pilot war am Mittwoch Heikki Kovalainen im McLaren-Mercedes. Der Finne legte seine schnellste Runde in 1:20.799 Minuten zurück und war damit gut 3,2 Sekunden langsamer als die Tagesbestzeit. Das Silberpfeil-Team konnte erneut Fortschritte bei der Erprobung des Hybrid-Systems KERS erzielen. Allerdings musste das Team am Mittwoch einen modifizierten 2008er Heckflügel aus dem Regal holen, weil noch kein neues Modell in der gewünschten Abtriebsstufe verfügbar war.

Webber feiert Comeback

Auf Rang drei reihte sich erfreulicherweise Mark Webber ein. Nur zweieinhalb Monate nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch feierte der Australier in Jerez sein Comeback im Red Bull. Sebastian Vettel, der bereit stand um im Ernstfall einzuspringen, blieb arbeitslos. "Es lief besser als erwartet. Ich konnte mehr als eine komplette Renndistanz zurücklegen", äußerte sich Webber entsprechend erleichtert.
 
Bei Williams wurde Nico Hülkenberg am Mittwoch von Kazuki Nakajima abgelöst. Der Japaner legte mit insgesamt 550 Kilometern die zweitgrößte Distanz nach Buemi zurück. "Er konnte eine komplette Rennsimulation ohne Probleme bewältigen", gab sich Technikchef Sam Michael anschließend zufrieden. In seiner schnellsten Runde lag der Japaner sechseinhalb Zehntel hinter dem Silberpfeil von Kovalainen.

Renault am Ende des Feldes

Auf Rang fünf, und damit auf dem letzten Platz in der Tageswertung, reihte sich erneut die Renault-Mannschaft ein. Sowohl beim Speed als auch in puncto Zuverlässigkeit haben die Franzosen noch extremen Nachholbedarf. Nelson Piquet konnte wegen technischer Probleme nur 43 Runden zurücklegen. Eine knappe halbe Sekunde fehlte dem Brasilianer am Ende auf Nakajima.

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