F1-Test Jerez 3

Glock auch im Trockenen Schnellster

Timo Glock Foto: Toyota F1 25 Bilder

Am dritten Testtag (3.3.) trocknete die Strecke in Jerez endlich wieder ab und bot den acht anwesenden F1-Teams gute Testbedingungen. Toyota-Pilot Timo Glock sicherte sich wie schon am Vortag die Bestzeit.

Normalerweise sollte das Bild gegen Ende der Testsaison immer klarer werden. In diesem Jahr ist allerdings alles etwas anders. Neben den verschiedenen Evolutionsstufen und Spritmengen verfälschen aktuell auch die unterschiedlichen Reifenmischungen das Bild. Bridgestone hat nach Jerez bereits Gummis nach 2010er Spezifikation mitgebracht, die wegen des angekündigten Heizdeckenverbots schneller auf Arbeitstemperatur kommen.

Diffuses Bild

Während Teams und Reifenhersteller für sich wertvolle Informationen sammeln, wird die Deutung der Testzeiten für Außenstehende immer schwerer. Wegen offensichtlicher Pokerspielchen einiger Teams gibt die Zeitentabelle höchstens einen groben Ansatzpunkt. Sie wies am Dienstag Toyota-Pilot Timo Glock als schnellsten Mann aus. Der Kölner, der schon bei verregneten Bedingungen am Vortag mit der Bestzeit glänzen konnte, verwies Vizeweltmeister Felipe Massa auf Rang zwei.
 
Die morgendliche Rennsimulation des Toyotas wurde durch die feuchte Piste leicht gestört. "Aber es war ganz nützlich herauszufinden, wann man auf Slicks wechseln konnte", erklärte Glock. Am Nachmittag gehörten dann Abstimmungsarbeiten und kürzere Stints zum Programm, in denen das Geheimnis der guten Zeit liegt.

Renault auf dem Weg nach oben

Hinter dem Ferrari von Massa, der auf 2010er Reifen unterwegs war, reihte sich überraschend Fernando Alonso auf Rang drei ein. "Heute war ein sehr produktiver Tag, da ich 152 Runden zurücklegen und viele nützliche Daten sammeln konnte", fasste der zweifache Weltmeister die Session zusammen. Der Spanier war damit der fleißigste Pilot des Tages. "Jeden Tag lernen wir dazu und ich fühle mich immer wohler im Auto", so Alonso.
 
Auf Rang vier platzierte sich am dritten Testtag Heikki Kovalainen. Der Finne konnte das erste Mal die Kombination aus neuem Front- und Heckflügel bei trockenen Bedingungen testen. Zum Testabschluss am Mittwoch und Donnerstag muss Kovalainen sein Cockpit aber wieder dem Weltmeister Lewis Hamilton überlassen.

Zweimal Mercedes im Mittelfeld

Hinter dem Werks-Mercedes lief Adrian Sutils Force India Mercedes auf Rang fünf ins Ziel. Für den Starnberger war es der erste richtige Test, nachdem er am Sonntag mit dem neuen VJM02 nur den Shakedown absolvierte. Probleme mit der Antriebswelle sorgten am Vormittag allerdings für eine Reparaturpause. So kam Sutil am Ende nur auf 63 Runden. "Ich denke es war ein ganz guter Tag", resümierte der Force India Pilot. "Das Heck war noch etwas instabil was zu Übersteuern führte."
 
Red Bull hielt sich dagegen freiwillig etwas zurück. Mark Webber blieb an seinem ersten Testtag zwei Sekunden unter der am Sonntag aufgestellten Vettel-Bestzeit. Auch BMW-Sauber scheint noch etwas zu pokern. In Bahrain lagen die Blau-weißen noch auf Augenhöhe mit Ferrari und Toyota. In Jerez war die Spitze rund eine Sekunde schneller als Robert Kubica. Auch Nico Rosberg hat bereits am Sonntag gezeigt, dass er schneller fahren kann. Der Wahlmonegasse platzierte sich mit anderthalb Sekunden Rückstand am Ende des Feldes.

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