Vorschau: Formel 1 Test Jerez 2010

Zweiter F1-Test: Regen, Reifen und Red Bull

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Nach dem dreitägigen Einrollen in Valencia geht es in der zweiten Testwoche (10. - 13.2)  in Jerez schon intensiver zur Sache. Mit Red Bull, Force India und Virgin stoßen drei weitere Teams zum Feld. Außerdem steht die Erprobung neuer Reifenmischungen auf dem Programm.

Ein Fünftel der Testfahrten sind bereits vorbei und viele Experten glauben, dass wir den neuen Weltmeister noch gar nicht auf der Strecke gesehen haben. Sebastian Vettel ist trotz der späten Fertigstellung seines Red Bulls weiterhin einer der heißesten Kandidaten auf den Titel. Am Mittwoch wird der neue RB6 von Stardesigner Adrian Newey der Öffentlichkeit präsentiert, um sich kurz darauf dem ersten Vergleich mit der Konkurrenz zu stellen.

Einen Tag zuvor gibt es die ersten Bilder von Adrian Sutils neuem Boliden. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Force India könnte wegen eines fehlenden Finanzberichts in England die Starterlaubnis verlieren. Doch Teambesitzer Vijay Mallya beruhigte sein Team über die Medien.

Virgin schnellster F1-Neuling

Als drittes neues Auto ist der Virgin F1-Renner von Timo Glock in Jerez dabei. Nach einem erfolgreichen Rollout in Silverstone muss der rein am Computer entwickelte VR01 nun im Intensivtest beweisen, dass die Praxis hält, was die Simulation verspricht. Mit Virgin hat es immerhin ein neues Team zum zweiten Test geschafft. Lotus will am Freitag sein neues Auto präsentieren, von den anderen Neulingen USF1 und Campos ist noch nichts in Sicht.

In Valencia bestimmte Ferrari das Tempo. Die Bestzeiten an allen drei Tagen sehen auf den ersten Blick nach einem eindeutigen Vorsprung der Italiener aus. Die neuen fast doppelt so großen Benzintanks machen die Analyse der Zeiten allerdings zur reinen Spekulation. Zudem sind Zeiten in Valencia immer mit besonderer Vorsicht zu genießen. Renault-Pilot Robert Kubica erinnert sich noch gut an die Wintertestes vor zwei Jahren: "Da waren wir in Valencia bei der ersten Ausfahrt mit dem BMW-Sauber meilenweit entfernt und beim Saisonauftakt in Australien standen wir plötzlich in der ersten Reihe." Jerez sollte vom Layout her deutlich verlässlichere Daten liefern.

Ferrari: Erst Alonso, dann Massa

Fernando Alonso wird nach den Plänen der Scuderia das Testprogramm am Mittwoch und Donnerstag beginnen. Felipe Massa übernimmt dann für den Rest der Woche. Ferrari hat bereits angekündigt, das Auto nicht stark zu verändern. Nur kleine mechanische Updates sind geplant. Derweil werden in Maranello die Arbeiten am zweiten Chassis fortgesetzt, der zur zweiten Jerez-Woche zum Einsatz kommen soll.

Bei Mercedes GP sah man sich beim ersten Test leicht im Hintertreffen. Die Probleme seien aber laut Teamchef Ross Brawn erkannt und sollten mittlerweile behoben sein. Bis Bahrain wollen die Silberpfeile zudem noch einmal ein deutlich sichtbares Aero-Update präsentieren. Dass der neue Test- und Ersatzpilot Nick Heidfeld in Jerez zum Einsatz kommt ist übrigens unwahrscheinlich. Die Stammpiloten Michael Schumacher und Nico Rosberg sollen so viele Kilometer wie möglich sammeln.

Teams müssen mit Regen rechnen

Neuigkeiten gibt es allerdings nicht nur von den Teams. Reifenlieferant Bridgestone stellt nun auch die beiden härteren Mischungen zur Verfügung, nachdem in Valencia nur die weichen Gummis am Start waren. Vielleicht müssen die Slicks auch ganz in der Garage bleiben. An drei von vier Testtagen soll es nach aktuellen Prognosen regnen. Nur am Donnerstag gibt es gute Chance auf ein unterbrechungsfreies Programm. Da in dieser Saison insgesamt nur 15 Testtage zur Verfügung stehen, ist eine nasse Piste das letzte was die Teams sehen wollen. Vor allem für Red Bull, Virgin und Force India wäre Regen eine Katastrophe.

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