Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 sutton-images.com
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017
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Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 140 Bilder

F1-Test Barcelona 2017 (Tag 8)

Räikkönen der Wintertest-Meister

Ferrari hat sich zum Abschluss der Vorsaisontestfahrten von Barcelona die nächste Bestzeit gesichert. Kimi Räikkönen verwies Max Verstappen und Carlos Sainz auf die Plätze. Mercedes hielt sich zurück.

Acht Tage bereitete sich der Formel 1-Tross auf die neue Saison vor. Mit breiteren Autos, breiteren Reifen und neuen Aerodynamikregeln hatten die zehn Teams viel zu lernen. Trotz der umfassenden Änderungen haben die Top drei der Vorsaison ihre Vormachtstellung nach den bisherigen Eindrücken zementiert. Mercedes, Ferrari und Red Bull sind dem restlichen Felder weiter davongefahren.

Räikkönen auf Supersoft zur absolut schnellsten Runde

Die schnellsten Zeiten bei den Wintertests setzte Ferrari. Der schnellste Mann war Kimi Räikkönen. Am achten und letzten Probetag vor dem Saisonauftakt im Albert Park von Melbourne untermauerte der Weltmeister von 2007, dass mit den Roten zu rechnen ist. Im Zuge mehrere Quali-Runs auf unterschiedlichen Reifenmischungen brannte Räikkönen eine Zeit von 1:18.634 Minuten in den spanischen Asphalt.

Der Finne unterbot im SF70H damit die Marke von Sebastian Vettel vom Vortag um rund vier Zehntelsekunden. Jedoch zog Räikkönen bei seinem schnellsten Run im Gegensatz zum Teamkollegen voll durch. Zumindest war nicht zu vernehmen, dass der Routinier wie Vettel kurz den Gasfuß lupfte. Die Bestzeit markierte Räikkönen auf Supersofts. Mit der allerweichsten Pirelli-Mischung gelang es ihm nicht, sich weiter zu verbessern. Ganz problemfrei kam Ferrari nicht über den Tag. Räikkönen musste am Nachmittag nach 46 Runden seine Rennsimulation beenden. Sein Ferrari zickte am Ausgang von Kurve 12 und blieb stehen. Erste Vermutung: Das Getriebe könnte die Schuld dafür tragen. Nach 97 Runden war somit Feierabend zur Ferrari.

Sechs Rotphasen zum Testfinale

Den zweiten Rang sicherte sich zum Testabschluss Max Verstappen. Auch Red Bull beklagte technische Probleme. Am Nachmittag hielt den RB13 ein defekter Turbolader für längere Zeit in der Garage. Stunden zuvor umrundete der Senkrechtstarter und Sieger des GP Spanien 2016 den Kurs um 0,804 Sekunden langsamer als Räikkönen. Es sieht danach aus, als ob Red Bull aktuell hinter Ferrari herhinkt. Allerdings weiß niemand über die Spritmengen und die abgerufene Motorleistung Bescheid. Außer die Teams selbst.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017
Stefan Baldauf

Carlos Sainz löste die sechste und letzte rote Flagge eines ereignisreichen Tages aus. Sein Toro Rosso war in der Schlussstunde ohne Vortrieb auf der Zielgerade liegengeblieben. Dennoch kann Toro Rosso auf dem letzten Testtag aufbauen. Der STR12 legte immerhin bis zum Stilstand 117 Runden zurück und Sainz reihte sich auf dem dritten Rang ein. Im Gegensatz zu Räikkönen und Verstappen (Supersoft) erreichte er seine persönlich schnellste Runde auf der Ultrasoft-Mischung.

Sorgenkind bleibt McLaren-Honda

Mercedes überließ die Spitzenpositionen den anderen. Valtteri Bottas und Lewis Hamilton belegten die Ränge vier und fünf. Mit einem Abstand von 1,211 respektive 1,216 Sekunden. Während Bottas in der Früh auf Supersofts seinen besten Run abstrampelte, zog Hamilton am Nachmittag mit den Ultrasofts fast gleich. Im Mercedes-Lager trafen am Freitag verstärkte Teile für den Bereich vor den Seitenkästen ein. Die alten Carbon-Teile lösten sich an den Tagen zuvor immer wieder vom Auto, weshalb die Mechaniker provisorisch flicken mussten.

Nico Hülkenberg gelang die sechstbeste Zeit auf Ultrasofts bei einer Quali-Simulation im ersten Teil der Session. Gerne wäre der lange Rheinländer mehr als 45 Runden gefahren. Doch der Plan von Renault sah vor, dass Palmer am Nachmittag in den R.S.17 kletterte. Der Brite dankte es mit der achtbesten Runde des Testtages. Dazwischen schob sich Sergio Perez im Force India VJM10, der kurz vor Schluss wenige Meter vor der Boxengasse ausrollte.

Bei Williams war der Auftrag an Lance Stroll klar: so viele Runden wie möglich vor dem Saisonstart zu sammeln. Der 18-jährige Kanadier knackte locker die 100-Runden-Marke, ohne sich auf Runs mit leerem Tank zu konzentrieren. Vermehrt standen Dauerläufe auf dem Zettel. Das große Sorgenkind bleibt McLaren-Honda. Fernando Alonso blieb zweimal stehen. Wieder, weil die Elektrik gesponnen hatte. Zwar bekam McLaren das Auto wieder zum Laufen, mehr als 43 Runden waren aber nicht drin. Auch Romain Grosjean verursachte zwei Rotphasen. Eine unauffällige Vorstellung gab Sauber ab. Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein nahmen die letzten Positionen ein.

F1-Testfahrten Bacelona Tag 8

Fahrer Team Rundenzeit Runden
1. Kimi Räikkönen Ferrari 1:18.634 Min. 111
2. Max Verstappen Red Bull + 0,804 71
3. Carlos Sainz Toro Rosso + 1,203 132
4. Valtteri Bottas Mercedes + 1,211 53
5. Lewis Hamilton Mercedes + 1,216 54
6. Nico Hülkenberg Renault + 1,251 45
7. Sergio Perez Force India + 1,482 128
8. Jolyon Palmer Renault + 1,571 43
9. Lance Stroll Williams + 1,701 132
10. Romain Grosjean HaasF1 + 2,476 76
11. Fernando Alonso McLaren + 2,755 43
12. Marcus Ericsson Sauber + 3,036 59
13. Pascal Wehrlein Sauber + 4,893 42
Motorsport Aktuell Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 Wo steht Renault? Hülkenberg beklagt zu wenige Runden

Die Renault-Ingenieure sind zufrieden, der Fahrer noch nicht ganz.

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