Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017 xpb
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017
Lance Stroll - Williams - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017
Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017
Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017 89 Bilder

Ergebnis F1-Testfahrten Bahrain 2017 (Dienstag)

Hamilton mit der Bestmarke

Zwei Tage nach seiner Niederlage gegen Sebastian Vettel hat sich Lewis Hamilton wenigstens die Bestzeit bei den ersten Bahrain-Testfahrten gesichert. Einige Teams hatten größere technische Probleme.

Vier Rotphasen, vier Motorenschäden, zehn Minuten Verspätung und ein Dauertester: Der erste von zwei Testtagen in Bahrain hatte es in sich. Zwei Tage nach dem Nachtrennen im Wüstenstaat rückten die Teams erneut auf dem Bahrain International Circuit aus. Eigentlich hätten sie um neun Uhr Ortszeit die Arbeit aufnehmen sollen. Allerdings verzögerte sich der Start um zehn Minuten. Die FOM musste erst einmal Frachtboxen am Ende der Boxenstraße aus dem Weg schaffen.

Mercedes sucht nach Reifenschlüssel

Die verlorene Zeit wurde zum Schluss aufaddiert. Die Bestzeit sicherte sich Lewis Hamilton. Der Zweitplatzierte des Rennens umrundete den Kurs in 1:31.358 Minuten auf den weichen Reifen. In der Früh sorgte der Engländer für die erste Rotphase. Sein Mercedes war auf der Strecke gestrandet, weil vermutlich ein loser Kabelstecker die Elektrik lahmlegte.

Das Weltmeister-Team fokussierte sich ausgiebig auf Reifenarbeit. Hierfür schickten die Mercedes-Ingenieure Hamilton überwiegend für acht Runden-Turns auf Supersoft- und Softreifen um die Piste. WM-Rivale Sebastian Vettel verrichtete offiziell Dienst für Pirelli. In Bahrain beginnt der Reifenlieferant mit der Reifenentwicklung für 2018 auf der Rennstrecke.

FIA-Technikkommissar Jo Bauer überwachte in der Boxengasse, dass Ferrari keine neuen Teile ans Auto schraubt. Die Italiener fuhren mit demselben Auto wie im Rennen. Nur die Kühlspezifikation durfte an die heißeren Tagesbedingungen angepasst werden. Die Datensätze flossen allesamt vorbei am Ferrari-Ingenieursbüro direkt an Pirelli. Vettel drehte seine Runden nur auf unmarkierten Gummis.

Zwischendrin stoppte ein Motorschaden den Ferrari SF70H. Trotzdem schaffte Vettel bis 18:10 Uhr fast 90 Runden. Dennoch dehnte Pirelli das Testprogramm um drei weitere Stunden bis 21 Uhr Ortszeit aus.

Renault mit Updates

Den zweiten Ferrari pilotierte Antonio Giovinazzi. Das Auto des Italieners durfte Ferrari frei einstellen. Der Nachwuchsmann raste auf die zweite Position. Für seinen schnellsten Run, der 0,626 Sekunden langsamer als der von Hamilton war, fasste Giovinazzi die Supersofts auf.

Daniel Ricciardo reihte sich auf dem dritten Rang ein. Nach 45 Runden durfte der Australier vorzeitig duschen. Drei Stunden vor Session-Ende ging der Renault-V6 im Heck des RB13 ein. Das löste die vierte und letzte Rotphase des Tages aus. Seine Bestmarke erzielte Ricciardo wie Giovinazzi auf der Supersoft-Mischung. In der Früh konzentrierte sich Red Bull wie die meisten Gegner auf Aerodynamik-Tests. Das Team testete zwei verschiedene Frontflügel-Spezifikationen aus, und hatte dabei mit großen Messgittern hinter der Vorderachse den Luftstrom gemessen.

Die größten Updates schraubte Renault ans Auto. Nico Hülkenberg probierte einen neuen Frontflügel und die Luftdurchführung durch die Vorderräder aus. Nach 43 Runden am Vormittag pausierte der Le Mans-Sieger von 2015 am Nachmittag für fast dreieinhalb Stunden. Es roch nach einem technischen Defekt. Im Finale robbte sich Hülkenberg noch auf den sechsten Platz. Er brachte 74 Runden zusammen.

McLaren wieder in großen in Problemen

Felipe Massa griff erst am Nachmittag ein. Am Morgen hatte noch Rookie Lance Stroll den Williams FW40 um den Kurs getragen. Während Massa auf dem fünften Rang landete, wurde der Kanadier Siebter. Romain Grosjean schob sich auf den vierten Rang. HaasF1 testet in Bahrain laut den Aussagen von Teamchef Guenther Steiner neue Bremsscheiben von Carbon Industries aus. Sie werden mit dem Material von Brembo verglichen, das vor allem Grosjean immer wieder Kopfzerbrechen bereitet.

Für gleich zwei Unterbrechungen war Toro Rosso verantwortlich. Die erste kam durch einen Motorschaden. Auch die zweite ist auf ein Technikproblem und nicht auf Formel 2-Fahrer Sean Galael zurückzuführen, der den STR12 am ersten Bahrain-Testtag fahren durfte. Die Abschlepparbeiten dauerten ungewöhnlich lang. Das lag daran, dass nur ein Kran und ein Transporter verfügbar waren. Sie schlichen im Schneckentempo auf die Piste, um die kaputten Autos zurückzutragen.

Force Indias Testprogramm strickte sich um Back-to-Back-Tests von alten und neuen Teilen, die der indisch-englische Rennstall am GP-Wochenende einführte. Alfonso Celis übernahm den VJM10 und erzielte den zehnten Rang. Gefolgt von Marcus Ericsson im Sauber. Die letzte Position nahm Oliver Turvey im McLaren ein. Wieder machte die Antriebseinheit schlapp. Turvey brachte nur 17 Umläufe zustande.

F1 Test Bahrain 2017 (Tag 1)

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:31.358 Min. 97
2. Antonio Giovinazzi Ferrari + 0.626 93
3. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.991 45
4. Romain Grosjean HaasF1 + 1.094 86
5. Felipe Massa Williams + 1.151 55
6. Nico Hülkenberg Renault + 2.266 73
7. Lance Stroll Williams + 2.371 35
8. Sean Gelael Toro Rosso + 2.527 78
9. Sebastian Vettel Ferrari (Pirelli) + 2.536 89
10. Alfonso Celis Force India + 2.581 71
11. Marcus Ericsson Sauber + 3.192 106
12. Oliver Turvey McLaren + 5.018 17
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