News vom Formel 1-Transfermarkt

Wohin mit den Ferrari-Junioren?

Charles Leclerc - Formel 2 Foto: sutton-images.com

Auf dem Transfermarkt gibt es stündlich neue Entwicklungen. Im Moment dreht sich alles um den freien Platz bei Williams, um die Ferrari-Junioren und den Zeitpunkt, an dem Jolyon Palmer Platz für Carlos Sainz machen soll.

Die Wasserstandsmeldungen auf dem Transfermarkt ändern sich im Stundentakt. Bei Force India heißt es: „Wir unterschreiben heute noch mit Perez.“ Kaum machte das Gerücht die Runde, tauchte das Management von Charles Leclerc bei Force India auf. Der angehende Formel 2-Meister soll ein Jahr bei Force India üben. Das Modell von Mercedes-Schützling Ocon hat anderswo Interesse geweckt. Force India nahm das Interesse dankend an. Es ist ein willkommenes Druckmittel gegen Perez, der das gleiche Spiel mit Williams spielte.

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne und sein Rennleiter Maurizio Arrivabene statteten letzte Woche der Sauber-Fabrik in Hinwil einen Besuch ab. Ziel ist es, entweder Charles Leclerc oder Antonio Giovinazzi bei dem Schweizer Rennstall zu platzieren. Laut Teamchef Frédéric Vasseur besteht zwischen dem Vertrag für die Motorenlieferung und der Fahrerwahl kein Automatismus: „Wir wollten die beiden Dinge nicht miteinander verknüpfen. Der Motorendeal musste schnell über die Bühne. Über Fahrer muss separat gesprochen werden.“

Kubica bei Williams im Simulator

Williams hat Felipe Massa bis Oktober vertröstet. Angeblich wünscht sich die Teamleitung neben Lance Stroll einen Fahrer, der die Ingenieure mehr fordert. Der Wunschpilot Fernando Alonso wird nach McLarens Motorendeal mit Renault wohl ein Traum bleiben. Perez offenbar auch. Damit steht plötzlich Robert Kubica auf der Liste. Der Pole soll bereits einen Tag im Williams-Simulator verbracht haben. Angeblich soll auch Jolyon Palmer bei Williams anklopfen. „Wenn Williams das macht, kannst du das Team vergessen“, heißt es im Fahrerlager.

Palmer pocht bei Renault auf Einhaltung seines Vertrages. Daran schien der vorzeitige Wechsel von Carlos Sainz von Toro Rosso zu Renault zu scheitern. Renault fürchtete, dass Palmer juristisch gegen einen Austausch angeht, so wie es Giedo van der Garde in Melbourne 2015 mit Sauber vorgeführt hat. Für einen Weltkonzern ist eine Schlammschlacht vor Gericht ein Ding der Unmöglichkeit. Mittlerweile soll über eine Abfindung verhandelt werden. Die Summen schwanken zwischen drei und sieben Millionen Euro. Diese Gerüchte will offiziell aber keiner bestätigen.

Dass Sainz im nächsten Jahr bei Toro Rosso durch Pierre Gasly ersetzt wird, gilt als gesetzt. Doch was passiert mit Daniil Kvyat? Der Russe hat bis jetzt keine überzeugende Saison abgeliefert. Der Red Bull-Talentpool bietet im Moment keine Alternativen. Sebastien Buemi hat sich selbst um alle Chancen gebracht. Der Schweizer unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag mit DAMS in der Formel E. Wegen zahlreicher Terminüberschneidungen kann er nicht in beiden Serien antreten.

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