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Umsatz für Formel 1 bricht ein

Schaden von 200 Millionen US-Dollar

Ohne Rennen brechen der Formel 1 die Einnahmen weg. Liberty Media beziffert den Umsatzrückgang im ersten Quartal 2020 auf über 200 Millionen US-Dollar. Auch das zweite Quartal dürfte düster aussehen.

Es ist eine schwierige Zeit für die zehn Teams, den Motorsportweltverband FIA und Liberty Media. Der schnellste Wanderzirkus der Welt steht derzeit still. Ohne Rennen trocknen der Formel 1 die Einnahmequellen aus. Zehn Grands Prix wurden wegen der weltweiten Coronakrise bereits abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben.

Das hat Folgen. Streckenbetreiber und Promotoren müssen keine Antrittsgelder zahlen. Weil die Formel 1 den Verträgen nicht gerecht werden kann, fließt auch das Geld der TV-Anstalten nicht. Einnahmen aus Werbung und Sponsoring, die an Rennen gebunden sind, bleiben aus. Auch andere Einnahmequellen wie der Paddock Club, eine VIP-Ära im Fahrerlager, werfen nichts ab. Das Coronavirus drückt die Umsätze und führt zu Verlusten.

Schlechtes Betriebsergebnis

Die Betreibergesellschaft Liberty Media beziffert den Umsatzverlust im ersten Quartal auf 207 Millionen US-Dollar (etwa 191 Millionen Euro). Während die Einnahmen in den ersten drei Monaten des Vorjahres bei 246 Millionen Dollar lagen, sind es dieses Mal nur 39 Millionen. Woher kommen diese Einnahmen zum Beispiel? Manche Sponsorenverträge sind nicht an Rennveranstaltungen gekoppelt.

Den operativen Verlust für das erste Quartal weist Liberty Media mit 152 Millionen Dollar aus. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Verlust der Formel-1-Gruppe bei 58 Millionen Dollar gelegen.

Das Betriebsergebnis der F1-Gruppe verschlechterte sich von einem Gewinn von 59 Millionen auf einen Verlust von 42 Millionen Dollar. Liberty Media gibt hier das Betriebsergebnis vor Abschreibungen an – genannt Operating Income Before Depreciation and Amortization (OIBDA). Zinsen und Steuern sind beim OIBDA nicht eingerechnet.

Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 2019
Red Bull
Die Formel 1 hofft auf einen Saisonstart in Österreich am 5. Juli.

Liquidität der Formel 1gewährleistet

Die Formel 1 hofft, dass die Coronakrise bis zum Juli abschwächt, und man dann durchstarten kann. Es ist geplant, den Saisonstart am 5. Juli in Österreich abzuhalten. Ziel ist ein Rennkalender mit 15 bis 18 Rennen. Damit wären die Einnahmen aus den TV-Verträgen gesichert.

Auch im zweiten Quartal 2020 werden keine Rennen stattfinden. Das wird sich negativ auf die Bücher auswirken. Die Formel 1 hat vorgebeugt. Etwa 50 Prozent der Belegschaft befindet sich seit 3. April in vom Staat bezahlten Zwangsurlaub. Topmanager verzichten auf einen Teil ihres Gehalts.

Im ersten Quartal hat Liberty an keinen Rennstall ausgezahlt. Es ist inzwischen durchgesickert, dass die Formel 1 in den letzten Wochen einigen Teams einen Vorschuss gegeben hat, um die größten Finanzlöcher zu stopfen. Das sollen Haas, Alfa Romeo (Sauber), Racing Point, Alpha Tauri und Renault sein.

Um die Liquidität der Formel 1 muss man sich nach den Quartalszahlen keine Sorgen machen. Liberty spricht von Bargeld in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar und Zahlungsmitteläquivalente – einschließlich einer Milliarde Liquidität der F1. Die Betreibergesellschaft sucht nach frischen Geldquellen. In der Mitteilung heißt es: "Wir beabsichtigen, Liberty SiriusXM-Aktionären am 18. Mai ein Bezugsrechtsangebot in Höhe von 750 Mio. USD zur Tilgung des konzerninternen Darlehens an die Formel-1-Gruppe anzubieten."

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