Rennstrecke Zandvoort - Luftaufnahme Wilhelm
Max Verstappen - Red Bull RB8 - Zandvoort -Formel 1 - Showrun - 2020
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Max Verstappen - Red Bull RB8 - Zandvoort -Formel 1 - Showrun - 2020 28 Bilder

Formel 1 verschiebt alle Mai-Rennen

Monaco abgesagt, Saisonstart frühestens in Baku

Die Formel 1 reagiert auf die Corona-Krise. Die Rennen in den Niederlanden und in Spanien werden verschoben. Darauf einigten sich die FIA, Liberty Media und die Veranstalter. Der Grand Prix von Monaco fällt in diesem Jahr aus.

Es ist die Zeit der verschobenen und abgesagten Grands Prix. Nach den Rennen in Australien, Bahrain, Vietnam und China erwischt es jetzt auch alle Formel-1-Rennen, die im Mai hätten ausgetragen werden sollen. Wie der Motorsportweltverband FIA am Donnerstag (19.03.2020) mitteilte, werden die Rennen in Zandvoort (ursprünglich 3. Mai) und Barcelona (10. Mai) verschoben. Der Grand Prix in Monaco findet in dieser Saison überhaupt nicht statt. Das gab der Automobile Club de Monaco bekannt.

Suche nach Ersatzterminen

Die Entscheidung über die Verschiebungen wurde von den Parteien einvernehmlich getroffen. Nach Gesprächen blieb der FIA, Liberty Media und den Veranstaltern nichts anderes übrig. Die Corona-Krise lässt momentan keine andere Möglichkeit, als Rennen so weit wie möglich nach hinten zu verschieben. In der Hoffnung, dass sie dann stattfinden können. "Wir haben die Entscheidung gemeinsam getroffen, um die Gesundheit und Sicherheit der Reisenden, der Teilnehmer und der Fans sicherzustellen. Das ist momentan unser Hauptanliegen", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die FIA und Liberty Media bleiben in Kontakt mit den Veranstaltern und den lokalen Behörden, um die Situation zu überwachen und mögliche Ersatztermine zu finden. Für Barcelona und Zandvoort könnte ein Ausweichtermin gefunden werden. Beides sind permanente Rennstrecken. Da besteht die Möglichkeit relativ kurzfristig zu reagieren. Und genau darum geht es: Niemand weiß, wann die Corona-Krise ausgestanden ist. Deshalb ist Flexibilität angesagt.

Nicholas Latifi - Test - Barcelona - Williams - 2020
Wilhelm
Bei den Testfahrten drehte die Formel 1 im Februar noch ihre Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

Beim Klassiker in Monaco verhält sich der Fall anders. Das Fürstentum braucht eine Vorlaufzeit von sechs bis acht Wochen, um den 3,337 Kilometer langen Kurs aufzubauen. Und man braucht dafür und für den Streckenbetrieb mehr als 1.500 Arbeiter und Freiwillige. Experten fürchteten deshalb, dass der Traditions-Grand-Prix erstmals seit 1954 über die Klippe springen könnte. Genau so kam es. Kurz nach der Stellungnahme der FIA verkündete der lokale Automobilclub von Monaco die endgültige Absage. Unter keinen Umständen könnten das Formel-1-Rennen und der historische Grand Prix verschoben und zu einem späteren ausgetragen werden, heißt es in einer Mitteilung.

Kurioserweise hatte das Königshaus parallel zur Verschiebung des Rennens auch noch bekanntgeben müssen, dass sich Prinz Albert von Monaco mit dem Corona-Virus infiziert hat. Dem 62-Jährigen gehe es den Umständen aber entsprechend gut, heißt es.

Saisonstart frühestens Anfang Juni

Stand heute wird die Formel-1-Saison 2020 – und damit auch die Rahmenserien Formel 2 und Formel 3 – somit frühestens am ersten Juni-Wochenende in Baku beginnen. Das hoffen die Optimisten. Die Pessimisten gehen von einem späteren Zeitpunkt aus. Die Formel 1 arbeitet zusammen mit den Teams an verschiedenen Kalender-Plänen.

So oder so: Es wird die Teams eine intensive Zeit erwarten mit vielen Rennen innerhalb kurzester Zeit. Alle sind darum bemüht, so viele Grands Prix wie möglich zu retten. Mehr Rennen gleich mehr Einnahmen. Die Teams sind darauf angewiesen. Sonst könnte der ein oder andere in finanzielle Schieflage geraten. Die Corona-Krise könnte sich im schlimmsten Fall zu einer Existenzkrise für manche Rennställe ausweiten.

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Formel-1-Teams könnten wegen Corona in Finanznot geraten.

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