Ferrari - FIA-Scrutineering - GP Monaco 2019 Motorsport Images

Neuer Formel-1-Zeitplan für 2021

Parc Fermé künftig schon ab Freitag

Die FIA hat den Reglementsentwurf für 2021 an die Teams verschickt. Das GP-Wochenende wird demnach kompakter. Die technische Abnahme der Autos erfolgt erst Freitagfrüh. Dann geht es in den Parc Fermé. Die Trainings wandern in den Nachmittag.

Darauf haben die Teams lange gewartet. Am Donnerstag vergangene Woche kam Post aus Paris. Inhalt: Das technische und sportliche Reglement ab 2021. Am Dienstag dieser Woche dann die Zugabe. Die Teams wurden von der FIA über die Budgetdeckelung informiert.

Die Formel 1 wird 2021 ihr Gesicht verändern. Nicht nur die Autos bekommen neue Formen und Abmessungen. Sie sind den aktuellen Indy-Cars ähnlicher als den aktuellen Fahrzeugen. Auch der Ablauf des GP-Wochenendes bekommt eine neue Struktur.

Das Programm wird um einen Tag verkürzt. Das soll Platz für mehr Rennen im Kalender schaffen. Der Donnerstag als Medientag entfällt. Alles findet jetzt am Freitag statt. In der Früh stehen die Pressekonferenzen und die technische Abnahme an, am Nachmittag dann die beiden ersten Trainingssitzungen.

Keine Upgrades mehr ab Freitag

Die Fans bekommen den gleichen Umfang geboten wie bisher. Zwei Mal eineinhalb Stunden Action auf der Strecke. Es geht aber später los. Bei den Europa-Rennen findet die erste Trainingssitzung künftig von 13.00 bis 14.30 Uhr statt, die zweite von 17.00 bis 18.30 Uhr. Für die TV-Anstalten ist das ein Geschenk. Zumindest die zweite Trainingssitzung können die Fans am Freitag nach der Arbeit im TV anschauen.

Der Irrsinn mit dem Teilenachschub während des Wochenendes soll ein Ende haben. So wie die Autos am Freitagmorgen von den FIA-Kommissaren abgenommen werden, müssen sie am Samstag und Sonntag auch fahren.

Renault - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2019
ams
Künftig brauchen die Teams keine neuen Teile mehr während eines GP-Wochenendes an die Strecke fliegen.

Bei einem Crash dürfen nur Teile der gleichen Spezifikation ausgetauscht werden. Die Teams müssen sich Freitagfrüh bereits entscheiden, welche Flügelvariante sie einsetzen. Es ist nicht erlaubt, zwei unterschiedliche Flügel zu homologieren und dann den besseren auszuwählen.

Immerhin ist es den Teams gestattet, am Freitag neue Teile für die Zukunft zu testen. Die müssen dann aber am Samstag und Sonntag wieder abgebaut werden. Es muss wieder zu der Spezifikation vom FIA-Scrutineering zurückgerüstet werden.

Nachbesserungen am Reglement

Jetzt, wo die Katze aus dem Sack ist, beginnen die Diskussionen um das Feintuning der Regeln. Gleich Donnerstag in der Früh trafen sichdie Teammanager im Fahrerlager von Montreal, um mit der FIA über das neue Sportgesetz zu beraten. Am Nachmittag waren die Technikdirektoren an der Reihe.

Änderungen sind immer noch möglich. Die Ingenieure kritisierten bereits, dass mit der neuen Parc Fermé-Regel nicht mal mehr ein Gurney-Flap an den Heckflügel geschraubt werden darf, wenn der Flügel ohne den Flap die technische Abnahme passiert hat. Die FIA will den Prozess bis zum 14. Juni abschließen. Dann stimmt der FIA-Weltrat über die neuen Regeln ab. Theoretisch hat er aber noch bis zum 30. Juni Zeit.

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