Verstappen-Fans - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 30. Juni 2019 Motorsport Images
Max Verstappen - Red Bull - Zandvoort - Showrun
Max Verstappen - Red Bull - Showrun - Zandvoort - 2016
Max Verstappen - Red Bull - Showrun - Zandvoort - 2016
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Über vier Millionen Zuschauer

Immer mehr Fans bei den Rennen

Das Formel 1-Management zieht eine positive Bilanz der Saison 2019. Über vier Millionen Zuschauer zahlten ein Ticket für einen der 21 Grand Prix. Das bedeutet im Vergleich zu der Saison 2019 eine Steigerung von 1,75 Prozent.

Der Abwärtstrend der ersten Hybrid-Jahre ist aufgefangen. Die Formel 1 zieht wieder mehr Zuschauer in ihren Bann. Das ist nicht selbstverständlich in einem Sport, in dem seit sechs Jahren das gleiche Team die WM-Titel einstreicht und in dem gefühlt Lewis Hamilton jedes Jahr vorzeitig Weltmeister wird. Da erwartet man eher ein rückläufiges Interesse. Tatsächlich aber meldet das F1-Management eine Steigerung um 1,75 Prozent.

Trotz der frühen Titelentscheidung bot die Saison 2019 viele hochklassige Rennen. Nach einem mühsamen Start in die Saison mit acht Mercedes-Siegen in Folge, nahm die Formel 1 ab dem GP Österreich plötzlich Fahrt auf. Ab da war jedes Rennen ein Knüller mit Ausnahme des Finales in Abu Dhabi. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Yas Marina Circuit selten gute Rennen hervorbringt. Die Kampagne von Liberty auf den sozialen Netzwerken, im Internet und die „Drive to Survive“-Dokumentation auf Netflix haben dem Sport neue Fans und ein jüngeres Publikum erschlossen.

Start - GP Ungarn 2019 - Budapest - Rennen
Wilhelm
Die Formel 1 freut sich über ein wachsendes Zuschauerinteresse.

80.118 Paddock-Club-Tickets verkauft

Das Formel 1-Management hat über die 21 Rennen 4.164.948 Zuschauer gezählt. Im Jahr davor waren es 4.093.305 Besucher. Wegen der Absage des Qualifikationssamstages beim GP Japan wegen des Taifuns Hagibis fehlte 2019 sogar noch ein Tag in der Rechnung. Noch besser lief es für die Rechteinhaber bei den teuersten Tickets des GP-Wochenendes. Insgesamt 80.118 Paddock-Club-Tickets wurden verkauft. Die Preise dafür liegen je nach Ausstattung in einem Bereich zwischen 800 und 5.000 Euro. Das ist um 7,15 Prozent besser als im Jahr davor. Aus beiden Zahlen zusammengerechnet ergibt sich ein Durchschnitt von 202.146 Zuschauern pro GP-Wochenende.

Drei Grand Prix haben sogar die 300.000er Marke übertroffen. Es sind die üblichen Verdächtigen: England (361.000), Mexiko (345.694) und Australien (324.100). Sieben der 21 Rennen lockten jeweils über 200.000 Fans an. Dazu zählen die USA, Kanada, Singapur, Belgien, Ungarn, Österreich und Italien. Der Red Bull-Ring und Monza vermeldeten neue Zuschauer-Rekorde. Das bezieht sich natürlich auf jüngere Zeitrechnungen. In den 70er Jahren kam allein am Renntag über 200.000 Zuschauer nach Monza. In der abgelaufenen Saison lagen am Renntag nur Silverstone (141.000), Mexico-City (138.000), Austin (128 000), Singapur (115.000), Spa (109.000) und Melbourne (102.000) über der 100.000er Schallmauer.

Große Feier zum 70.Geburtstag

Montreal erzielte mit 14,7 Prozent die größte Steigerungsrate. Auch Shanghai vermeldete eine positive Zuschauerbilanz. Angeblich kamen 2019 um 10,3 Prozent mehr Fans als 2018. Das zweifeln wir stark an. Vor Ort sah es beim 1.000.Grand Prix eher armselig aus. Viele Tribünen sind mittlerweile abgedeckt und werden gar nicht mehr benutzt. Selbst wenn auf den verbleibenden Tribünen jeder Platz besetzt gewesen wäre, waren das kaum mehr als 60.000 Zuschauer.

Im nächsten Jahr will die Formel 1 mit 22 Rennen neue Rekorde schreiben. Das Comeback des GP Holland in Zandvoort ist bereits in allen Preiskategorien ausverkauft. Die 110.000 Tickets waren im Rekordtempo vergriffen. Das F1-Management plant noch mit einem weiteren Event. Aus Anlass des 70. Geburtstages der Formel 1 am 13. Mai basteln die Drahtzieher an einer große Feier mit alten Autos und ehemaligen Weltmeistern und GP-Siegern. Sie soll allerdings nicht im Rahmen eines Grand Prix stattfinden, sondern bei einer eigenen Veranstaltung. Das Problem sind die umfangreichen Rahmenprogramme bei den Rennen, die kaum Zeit lassen für eine ausgiebige Historien-Parade. Liberty will es diesmal besser machen als beim 1.000.Grand Prix. Im Rückblick hat man erkannt, dass China der schlechteste Ort für dieses Jubiläum war.

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