Max Verstappen - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2021 Motorsport Images
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021 47 Bilder

Fahrer-Briefing: Pirelli-Chef im Kreuzverhör

Fahrer-Briefing mit Überlänge Pirelli-Chef im Kreuzverhör

GP Frankreich

Im Fahrerbriefing von Le Castellet musste sich Pirelli-Sportchef Mario Isola den Fragen der Piloten stellen. Die Reifenschäden von Baku haben das Vertrauen in das italienische Produkt beschädigt. Vor allem Sebastian Vettel hatte Redebedarf. Wir haben die Details aus dem Meeting.

Jeden Freitag nach dem zweiten Training haben die Formel-1-Piloten einen festen Termin. Der FIA-Rennleiter lädt einmal an jedem Grand-Prix-Wochenende das gesamte Feld zum Drivers Briefing ein. Meistens ist die Sitzung nach nur wenigen Minuten beendet. In Le Castellet dauerte die Veranstaltung mehr als anderthalb Stunden. Es gab jede Menge Redebedarf.

Am längsten wurde über das Thema Reifen diskutiert. Mario Isola hatte die Piloten eigentlich schon am Donnerstag zu einem Gespräch eingeladen. Im Fahrerlager ist man sich nicht ganz einig, ob die Piloten den Termin aus Lustlosigkeit abgesagt haben oder ob die Ansetzung einen Tag zuvor einfach etwas zu kurzfristig war. "Die einfachste Lösung war, dass ich zum Fahrer-Briefing stoße", erklärte Pirellis Rennleiter.

So kam Isola nun einfach am Freitagabend zu dem virtuellen Meeting dazu, das wegen der Corona-Regeln seit dem Saisonstart 2020 in Spielberg immer noch per Video-Call abgehalten wird. Der Ingenieur gab den Piloten persönlich eine Erklärung, warum die Reifen von Lance Stroll und Max Verstappen in Baku geplatzt waren.

Mario Isola - Pirelli - Formel 1 - 2019
Motorsport Images
Pirelli-Sportchef Mario Isola stellte sich den Fragen der Fahrer.

Hamilton fragt nach Strafe für Red Bull

Aus dem Fahrerfeld musste sich der Italiener anschließend noch einige Nachfragen gefallen lassen. Vor allem Sebastian Vettel soll noch einmal deutlich gemacht haben, dass er mit der Qualität des gelieferten Produkts nicht ganz zufrieden ist. Die Fahrer wünschen sich traditionell Reifen, mit denen sie im besten Fall das ganze Rennen pushen können.

Isola verteidigte sich mit dem Argument, dass die Teams jedes Jahr neue Anforderungen an den Reifenlieferanten stellen. Im sogenannten "Target Letter" wird mal mehr oder weniger Verschleiß gewünscht, um die Anzahl an Boxenstopps zu variieren und den Piloten das Leben leichter oder schwerer zu machen. Die Atmosphäre in dem Gespräch sei konstruktiv gewesen, wurde uns berichtet.

Natürlich erklärte Isola auch seine Theorie, dass die Reifen in Baku geplatzt waren, weil die Luftdruckwerte bei den betroffenen Teams unter den eigenen Berechnungen lagen. Lewis Hamilton richtete daraufhin die Frage an FIA-Technikchef Nikolas Tombazis, warum es keine Strafen gegeben habe. Die Antwort der Schiedsrichter war kurz und knapp: Man könne kein Fehlverhalten nachweisen. Max Verstappen schaltete sich ebenfalls ein und versicherte seinem WM-Widersacher, dass sich sein Team an alle Vorgaben gehalten habe.

Michael Masi - Formel 1 - 2020
Wilhelm
Michael Masi gestand ein, dass er das Safety-Car nach dem Verstappen-Crash zu spät auf die Bahn schickte.

Masi gibt Safety-Car-Fehler zu

Das Thema "gelbe Flaggen" wurde nur kurz angeschnitten. Schon in Baku hatte FIA-Rennleiter Michael Masi verlautbart, dass seiner Meinung nach alle Piloten zu schnell an der Unfallstelle von Verstappen vorbeigerast waren, obwohl dort doppelt gelb geschwenkt wurde.

Weil das Rennen kurze Zeit später sowieso abgebrochen wurde, konnte sich aber keiner der Raser einen Vorteil verschaffen. Masi erinnerte die Fahrer in Le Castellet nun noch einmal daran, dass sie beim nächsten Mal in vergleichbaren Situationen mehr Vorsicht walten lassen sollen.

Dann gestand der Australier auch noch einen eigenen Fehler ein. Masi entschuldigte sich bei den Fahrern, dass er das Rennen nach dem Verstappen-Crash auf der Zielgeraden zu spät neutralisierte. Es waren fast anderthalb Minuten vergangen, bis er auf den Safety-Car-Knopf gedrückt hatte. Beim nächsten Mal soll Bernd Mayländer schneller auf die Bahn geschickt werden.

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