Fahrer kritisieren Safety-Car-System

Foto: Daniel Reinhard

Die Fahrerbesprechung am Freitagabend (20.6.) in Magny-Cours zog sich in die Länge. Es ging um die Safety-Car Regel, die mit dem Einsatz von moderner Technik wieder auf den alten Stand gebracht werden soll. Tenor der Fahrer: Alles zu kompliziert und obendrein ungerecht.

Kompliziert deshalb, weil der Fahrer ständig auf die Anzeige auf dem Lenkrad schauen muss, um im vorgegebenen Zeitfenster zu bleiben. "Da besteht die Gefahr, dass du am Unfallort abgelenkt bist", sagt Nico Rosberg. Ungerecht, weil das verordnete Bummeltempo die Fahrer unterschiedlich trifft, je nachdem wo sie sich gerade auf der Strecke befinden, wenn das Safety-Car ´Signal auf ihrem Lenkrad erscheint. "Jeder hat einen unterschiedlich weiten Weg inj die Boxen zurückzulegen. Der Fahrer, der näher an der Boxeneinfahrt dran ist, muss kürzere Zeit langsam fahren als einer, der noch eined komplette Runde vor sich hat."

Die Fahrer haben FIA-Rennleiter Charlie Whiting gebeten, auch den elektronischen Schnickschnack wieder zu dem alten System zurückzukehren, bei dem zu jeder Zeit einer Safety-Car Phase getankt werden durfte. Man könne ja Fahrer, die den Unfallort zu schnell passieren drakonisch bestrafen. ToroRosso-Teamchef Franz Tost pflichtet bei: "Die Datenerfassung deckt genau auf, ob einer an einer bestimmten Stelle zu schnell fährt oder nicht. Da kann sich keiner herausreden, dass es nicht so war." Auch Renault-Teammanager Steve Nielsen findet die Androhung von Strafen für Temposünder als ausreichend. "Wäre Alonso 2003 in Brasilien, als er in Webbers Unfallauto gekracht ist, für drei Rennen gesperrt worden, hätte es dieses Thema nie gegeben. So eine Strafe wäre Abschreckung genug gewesen."

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