Lewis Hamilton McLaren GP Spanien 2012 McLaren
Formel 1-Training, Barcelona, 11.05.2012
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Fahrer-Meeting in Barcelona

Schelte für Hamilton

Im Fahrer-Meeting am Freitagnachmittag wurde der Fall Rosberg von Bahrain noch einmal aufgeworfen. Der Mercedes-Pilot hatte Fernando Alonso und Lewis Hamilton neben die Strecke gedrängt. Während Alonso zurückzuckte, schaffte Hamilton das Überholmanöver. Zu aller Überraschung bekam er die Schelte und nicht Rosberg.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting und die 24 Fahrer nahmen sich beim Fahrerbriefing am Freitagnachmittag 50 Minuten Zeit, um eine Frage zu klären. Waren die Manöver von Nico Rosberg mit Fernando Alonso und Lewis Hamilton in Ordnung? Am Ende kam heraus, dass Rosberg nichts falsch gemacht hat. Dafür bekam Lewis Hamilton eine Rüge.

Hamilton entkommt Strafe nur knapp

Charlie Whiting meinte, dass der McLaren-Pilot großes Glück hatte, nicht bestraft worden zu sein. Er habe schließlich die Strecke mit allen vier Rädern verlassen und sich durch das Fahren neben der Strecke einen Vorteil verschafft. Das gibt normalerweise eine Durchfahrtsstrafe, außer Hamilton hätte Rosberg gleich wieder vorbeigelassen.

Der Einwand von Hamilton, Rosberg habe ihn zuerst auf die dreckige Spur abgedrängt, fand bei Whiting keine Zustimmung. Rosberg habe in beiden Fällen seinen Schwenk nach rechts zuerst angedeutet. Der Fahrer dahinter hätte also die Möglichkeit gehabt, den Richtungswechsel abzubrechen und es links zu versuchen.

Frage an den Fahrer: "Was hättest du gemacht, wenn da rechts eine Mauer gestanden wäre?" Die Rennkommissare seien nur so nachsichtig gewesen, weil Hamilton durch das Überholen auf der dreckigen Spur eine Quittung bekam. Die Reifen sammelten den Schmutz auf. Daraufhin stiegen seine Rundenzeiten.

Whiting kündigt hartes Durchgreifen an

In Zukunft will Charlie Whiting bei vergleichbaren Fällen hart durchgreifen. Es gibt keinen Pardon. Die Regel ist eine Schwarz-weiß-Regel. Wer sich durch Fahren neben der Strecke einen Vorteil verschafft, wird bestraft. Egal wie klein oder groß dieser Vorteil ist.

Michael Schumacher fragte den FIA-Rennleiter noch, was passiert wäre, wenn Rosberg zum Verteidigen der Position selbst neben die Strecke gefahren wäre. Antwort: Hätte der Hintermann den Spurwechsel zuerst gemacht und hätte Rosberg dann nachgezogen, hätte ihm eine Durchfahrtsstrafe geblüht.

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