Fahrer schlagen Alarm

"Das schwierigste Monte Carlo"

Safety-Car - Formel 1 - GP Monaco - 21. Mai 2014 Foto: ams 113 Bilder

Der GP Monaco zählt zu den Highlights der Formel 1-Saison. Weil der Ritt auf der Kanonenkugel durch das Stadt-Labyrinth ein echter Balanceakt ist. Die Fahrer glauben, dass Monte Carlo mit den 2014er Autos so schwierig wird wie noch nie.

Das sind die Zutaten: 3.340 Meter Rennstrecke. 19 Kurven. 75 Sekunden Hochspannung. Nur 355 Meter Gerade zum Ausruhen. Über 800 PS, 550 Newtonmeter Drehmoment, aber nur Abtrieb wie früher in Monza und Reifen, die um eine Stufe härter sind als letztes Jahr.
 
"Es wird das schwierigste Monte Carlo, das ich erlebt habe", warnt Felipe Massa. "Jeder Fehler wird bestraft werden." Der Brasilianer fürchtet nicht so sehr die Bremspunkte, sondern den zweiten Teil der Kurve. "Vom Scheitelpunkt bis zum Ausgang werden wir viele Quersteher sehen. Und einige könnten in der Mauer enden. Oder die Reifen ruinieren."

Intensives Fahrgefühl in Monaco

Nico Hülkenberg ist ein Monte Carlo-Fan. Wie wird sich das Rennen, das den meisten Abtrieb verlangt mit wenig Anpressdruck anfühlen? "Monte Carlo ist mega-geil. Es gibt auf keiner anderen Strecke ein so intensives Fahrgefühl. Du bist immer am Lenken, kannst dich kaum ausruhen. Der Kick und der Spaßfaktor sind extrem hoch. Bis jetzt sind wir auf Strecken gefahren, auf denen du Fehler korrigieren konntest. Hier gibt es keinen Platz, wo du das Auto zurückholen kannst. Jeder Fehler tut weh."
 
Hülkenberg rechnet damit, dass die Passagen Massenet, Casino, Loews und Portier mit den neuen Autos besonders kritisch werden. Dort müssen die Fahrer mit dem Gasfuß spielen. Und dort fehlt der Grip, den ihnen das Reglement und die Reifen geraubt haben.

Vettel erwartet Eiertanz

Sebastian Vettel differenziert. Die 2014er Autos werden langsamer sein. Experten rechnen mit einer Differenz von zwei Sekunden zum letzten Jahr. "Monaco wird mit dem Speed immer schwieriger. Was das angeht, werden die Anforderungen geringer. Aber wir erleben sicher einen größeren Eiertanz. Die Marge für Fehler wird kleiner. Aber besonders große war sie hier noch nie. Fehler wurden schon immer bestraft. Deshalb darf man sich nur kleine leisten, und wenn möglich an der richtigen Stelle."

Das Risiko, das in Monte Carlo immer mitfährt, macht für Vettel auch einen Teil der Faszination des Stadtkurses aus. Das gilt auch für den Mann im Cockpit. "Man sollte das Gehirn nicht ausschalten. Es ist besser, wenn es an ist. Monte Carlo ist immer eine Gratwanderung. Wenn man sich vertut, landet man in der Mauer. Und wenn etwas nicht 100-prozentig sicher ist, übt es einen Reiz aus."

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