Fahrerkarussell

Force India bestätigt Sutil

Foto: Daniel Reinhard 13 Bilder

Adrian Sutil wird im kommenden Jahr definitiv im Formel-1-Cockpit von Force India sitzen. Damit ist das deutsche Renn-Quintett auch 2009 endgültig wieder komplett.

Teamchef Vijay Mallya hatte zwar zuletzt in einem Interview beteuert, die Fahrerpaarung sei noch nicht fix, am Samstag (13.12.) bestätigte der Rennstall aber auf seiner Homepage die Fahrer Sutil und Giancarlo Fisichella aus Italien für die nächste WM-Saison. "Ich habe nie daran gezweifelt, 2009 für Force India zu fahren", sagte Sutil. "Sein Platz war nie zur Diskussion", bekräftigte auch sein Manager Manfred Zimmermann.

  

Sutils Chef hatte aber für Verwirrung gesorgt. Beim vorletzten WM-Rennen in China hatte er den Gräfelfinger, der ohnehin einen Vertrag bis Ende 2009 hat, und den ehemaligen italienischen Renault-Piloten Fisischella für die WM im neuen Jahr bestätigt. In einem Interview mit dem britischen Sender BBC hatte er jedoch am Donnerstag gesagt, die Fahrerpaarung sei noch nicht fix. Er werde das Thema mit McLaren besprechen und eine Entscheidung zu einem passenden Zeitpunkt treffen, so Mallya weiter, dessen Team jüngst eine Partnerschaft mit McLaren und dem deutschen Automobilbauer Mercedes einging. Von den Schwaben bekommen Sutil & Co künftig die Motoren.

Die Entscheidung über die Fahrer habe vollständig bei Force India gelegen, erklärte Mallya in dem Statement vom Samstag. Mit dem 25-jährigen Sutil, dem zehn Jahre älteren Fisichella und dem ebenfalls bestätigten Vitantonio Liuzzi (27) als Test- und Ersatzpiloten habe man "ein wunderbares Gleichgewicht aus Erfahrung und Ehrgeiz." Die Entscheidung basiere auf den derzeit auf dem Fahrermarkt verfügbaren Talente, so Mallya weiter. Er glaube fest daran, dass das kommende Jahr eine große Gelegenheit für Force India biete.

Auch Sutil, der sich in der abgelaufenen Saison mit dem 20. Gesamtrang begnügen musste, sieht seinem dritten Jahr in der Formel 1 hoffnungsvoll entgegen: "Ich freue mich auf die Partnerschaft mit Mercedes und McLaren." Die Diskussion um seine Zukunft haben den erst
mit 13 Jahren in den Kartsport eingestiegenen begabten Pianisten nicht aus dem Rhythmus gebracht. "Ich habe mich davon nicht beunruhigen lassen", sagte der selbstbewusste Sutil, der bislang in seiner Karriere einen Punkt in der Königsklasse einfuhr.

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