Fahrerkarussell

Stühlerücken für Webber

Ist die Pause von Jacques Villeneuve nach einem Jahr beendet? Kommt gar Mika Häkkinen aus dem Ruhestand zurück? Egal, der gefragteste Mann auf dem aktuellen Fahrermarkt heißt Mark Webber.

Darf man Schumacher-Manager Willi Weber glauben, hat Mark Webber für die kommende Saison bereits einen Vorvertrag bei Williams-BMW unterschrieben. Was soll's, der talentierte Australier in Jaguar-Diensten steht auch bei anderen Teams hoch im Kurs.

So ist Renault-Teamchef Flavio Briatore interessiert, den von ihm gemanagten Schützling beim eigenen Team unterzubringen. Webber würde Jarno Trulli ersetzen, dessen persönlicher Vertrag mit dem umtriebigen Briatore Ende des Jahres ausläuft. Für Trulli wäre die Kündigung ein harter Schlag. Williams hält trotz Monaco-Sieg nicht viel vom Italiener, sonst ist kein Platz in einem Top-Team frei. Der Erfolg im Fürstentum und die gute Bilanz gegen Wunderkind Fernando Alonso geben Briatore allerdings eine schwache Argumentationsgrundlage zum Rausschmiss von Trulli.

Webber neben Ralf Schumacher?

Englische Journalisten wollen wissen, dass Webber auch bei Toyota auf der Wunschliste steht, um das Cockpit neben Ralf Schumacher zu besetzen. Ob sich die Japaner dem internen Tauziehen mit zwei Spitzenpiloten aussetzen, ist fraglich. Die Vorliebe des Teams für Ex-Champcar-Meister Cristiano da Matta ist sichtlich abgekühlt. Derzeit sind Routinier Olivier Panis und der wieder erstarkte Testfahrer Ricardo Zonta die Favoriten für den zweiten Renner aus Köln.

Am wahrscheinlichsten ist tatsächlich der Wechsel von Webber zu Williams-BMW. Dort genießt der Australier höchste Priorität. Erst dann folgen Planspiele zur Reaktivierung von Ex-Weltmeistern. Jacques Villeneuve soll immer noch einen Test bei den Weißblauen erhalten, wann und wo ist nach wie vor unklar.

Häkkinen speckt ab

Sich selbst ins Spiel gebracht hat Mika Häkkinen. Der Finne hat eine Weile den Lebemann gespielt und bringt sich zur Zeit in Form. Zwölf Kilogramm hat der zweimalige Champion abgespeckt, Zigaretten und Alkohol dürfen in seiner Gegenwart angeblich nicht einmal mehr Freunde genießen. Auch Häkkinen würde gerne für Williams testen. Dazu wäre allerdings das Einverständnis von seinem früheren Arbeitgeber notwendig. Der Kontrakt mit McLaren endet erst Ende 2004.

Ein größeres Hindernis ist Häkkinens Psyche. Der Finne hörte vor zwei Jahren auf, weil er Angst im Cockpit hatte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gründe, die damals galten, nun nicht mehr existent sind", sagt Ex-Chef Ron Dennis skeptisch. Bis spätestens in der Testwoche vor dem deutschen GP (25.7.) muss Williams den Ex-Champions auf den Zahn fühlen, sonst läuft die Zeit im Vertragspoker davon.

Sollten Häkkinen und Villeneuve die Erwartungen nicht erfüllen, stehen als Plan C der bei McLaren zur Ausmusterung stehende und von Jaguar umworbene David Coulthard sowie Sauber-Mann Giancarlo Fisichella zur Disposition. Der Italiener ist zwar vertraglich auch 2005 an Sauber gebunden, aber für ein Williams-Angebot würde Teamchef Peter Sauber seinem Wunschfahrer die Steine aus dem Weg räumen. Immer noch nicht vom Tisch ist eine zweite Chance für Antonio Pizzonia. Der Brasilianer ist seit seinem Rauswurf bei Jaguar wieder Testfahrer bei Williams und ein Favorit von Team-Mitbesitzer Patrick Head.

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