Fahrermarkt 2010

Honda mit allen Optionen

Foto: Honda F1 5 Bilder

Am Ende der Saison laufen die Verträge der beiden Honda-Piloten Rubens Barrichello und Jenson Button aus. Bei Honda-Teamchef Ross Brawn kommt allerdings keine Hektik bei der Fahrersuche auf.

Brawn bleibt ruhig: "Wir haben keine Eile." Solange Fernando Alonso auf dem Markt ist, wird er keine Entscheidung treffen. Barrichello und Button laufen ihm nicht davon. Im Gegenteil Barrichello sagt: "Ich will auf jeden Fall weitermachen." Der 36-jährige Brasilianer macht Werbung für sich selbst: "Ich fahre besser als je zuvor in meiner Karriere." Elf WM-Punkte auf einem wenig konkurrenzfähigen Honda RA108 geben ihm Recht. 

Jenson Button hat dagegen eine unglückliche Saison hinter sich. Nur drei Zähler stehen auf dem Konto des Fahrers, der einmal als zukünftiger Weltmeister galt. "Jenson tut sich schwer, seit er nicht mehr der unumstrittene König im Team ist", sagen die Ingenieure. "Er ist besser als die Ergebnisse", behauptet Brawn. Doch Button ist auch teuer. 15 Millionen Dollar pro Jahr soll er verdienen. Barrichello gibt es für neun Millionen.

Piloten zu teuer

Honda will die Spitzengagen nicht mehr bezahlen. Ein Alonso ist soviel Geld wert, aber nicht zwei Fahrer, die kaum Alternativen haben. Button könnte noch zu Toro Rosso gehen, wo er zwar mit offenen Armen empfangen würde, aber keine 15 Millionen Dollar bekommt. Barrichello hat keine Wahl: entweder Honda oder Rente. Der Brasilianer sträubt sich auch nicht gegen einen Einjahresvertrag. In seinem Alter denkt man nur noch von Saison zu Saison. 

Honda will sich für 2010 alle Optionen auf dem Fahrermarkt offen halten. Bis dahin, glaubt Ross Brawn, hat er das Team konsolidiert. Bis dahin soll Honda wieder eine attraktive Adresse sein. Alonso hat mit Honda gesprochen, doch pokern kann der Spanier nicht. Brawn ist nur an einem langfristigen Engagement interessiert. Bislang bietet sich Alonso nur für ein Jahr an, weil er noch nicht weiß, ob Kimi Räikkönen seinen Vertrag bei Ferrari über 2009 hinaus verlängert. Damit wird er bei Honda abblitzen. Red Bull hatte dem zweifachen Ex-Weltmeister schon die rote Karte gezeigt und lieber Sebastian Vettel aufrücken lassen.

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