Fall Mosley sorgt für Zoff unter Teamchefs

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Beim GP Spanien kam es am vergangenen Wochenende zu einer denkwürdigen Sitzung. Am Samstag (26.4.) trafen sich im Toyota-Motorhome Bernie Ecclestone, alle Teamchefs und einige Technikdirektoren. Die Konferenz endete mit Streit.

Zuerst ging es um das Thema Hybrid. Renault will die Einführung der Technologie auf 2010 verschieben. Der Antrag wurde abgelehnt. Danach zog Bernie Ecclestone ein Papier aus der Tasche, auf dem sich die Teamchefs zu einem gemeinsamen Statement gegen FIA-Präsident Max Mosley einigen sollten.

Dennis in der Offensive

Ferrari, Williams und Toro Rosso weigerten sich. Worauf McLaren-Chef Ron Dennis seinen Toro Rosso-Kollegen Franz Tost unter Beschuss nahm. Nur er, redete sich Dennis in Rage, wisse was Werte bedeuten, und er könne sich als einziger im Raum jeden Morgen guten Gewissens im Spiegel betrachten. Tost entgegnete, dass einer, der kürzlich in einen Spionagefall verwickelt war, besser nicht über Anstand und Ethik reden sollte.

Dann legte sich Williams-Geschäftsführer Adam Parr mit Bernie Eccloestone an. Parr verlangte, dass Ecclestone zuerst unterschreiben solle. Der Formel 1-Chef feuerte zurück, dass man mit ihm keine Spielchen treiben könne. Dann verließ er den Raum. Der Zweck der Veranstaltung war erfüllt. Insidern zufolge, wurde Mosley vorab informiert, dass Ecclestone die Vertrauensfrage im Kreise der Teamchefs stellen werde. Der FIA-Chef gab seine Zustimmung. Jetzt weiß er, wer in welchem Lager sitzt. 

Erster Fahndungserfolg

Mosley übt weiter Druck auf die Personen aus, die ihn vermeintlich in die Falle gelockt haben. Das Netz zieht sich zu. Gerüchten zufolge haben die Detektive von Quest das Kennzeichen des Autos ermittelt, von dem heraus Mosley gefilmt wurde, als er die Wohnung betrat, in der später die Orgie stattfand. Das Auto war von einer der vielen Überwachungskameras im Londoner Stadtteil Chelsea gefilmt worden. Vom Auto bis zu den Auftraggebern ist der Weg möglicherweise nicht mehr so weit.

Mit dem ersten Fahndungserfolg werden zum ersten Mal die guten Kontakte von Quest-Chef Lord Stevens zur Londoner Polizei deutlich. Die Ermittler wollen auch herausgefunden haben, dass angeblich nur zwei Stunden nach Mosleys Freitagnachmittags-Vergüngen das Filmmaterial in einem Paket bei der Zeitschrift "News of the World" im Briefkasten gelandet war. Das würde für die gute Vorbereitung der Aktion sprechen.

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