Fernando Alonso - McLaren - 2017 McLaren
McLaren-Honda MCL32 - Filmtag - Circuit de Barcelona-Catalunya - F1 2017 - 26.2.2017
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McLaren-Honda MCL32 - Filmtag - Circuit de Barcelona-Catalunya - F1 2017 - 26.2.2017 44 Bilder

Fragen an Fernando Alonso

„Fahre mit 80 noch Go-Kart“

Fernando Alonso ist vorsichtig mit Prognosen. Es könnte seine letzte Formel 1-Saison werden. Der Spanier erzählte bei der Präsentation des neuen McLaren, dass er in der Sommerpause über seine Zukunft entscheiden wird.

Von was hängt Ihre Zukunft in der Formel 1 ab. Vom Erfolg mit McLaren oder dem Fahrspaß?

Alonso: Ich sehe bei McLaren nur totalen Einsatz, harte Arbeit, einen guten Teamgeist. Trotz zwei harter Jahre. Mehr kann ich nicht verlangen. Ich bin von unserem Team überzeugt. Vom Sport erwarte ich Änderungen. Ich will wieder Spaß haben, nicht mehr nur Reifen, Benzin und die Batterie managen. Mir hat zuletzt der Racing Spirit gefehlt. Wir konnten nicht eine Runde im Rennen voll fahren. Ob sich das ändert, werden wir erst in den ersten paar Rennen herausfinden.

Und wann entscheiden Sie über Ihre Zukunft?

Alonso: Nach der Sommerpause. Das ist die ideale Zeit nachzudenken. Ich will noch einmal Weltmeister werden. Dafür bin ich bei 10 Grad minus im Winter gejoggt und Rad gefahren. Ich fliege schon am Freitag in der Woche vor dem Rennen nach Australien, drei Tage früher als sonst. Das zeigt meinen Einsatz.

Wie war Ihr Winter?

Alonso: Ich habe die Pause mit meiner Familie und Freunden genossen, weil ich die Zeit gebraucht habe, um meine Batterien aufzuladen. Auch mental. Ab Januar dann maximale Attacke mit dem Training. Eigentlich gleich wie immer. Nur mehr Betonung auf Arme, Schultern und Nacken. Ich gehe mit neuer Motivation in das neue Jahr. Ich bin hungrig zu fahren.

Was können wir von McLaren-Honda und Ihnen erwarten?

Alonso: Wir waren letztes Jahr 1,5 Sekunden von der Spitze weg. Realistisch können wir das nicht in einem Winter aufholen. Keiner ist von Platz 6 im nächsten Jahr Weltmeister geworden, mit Ausnahme von BrawnGP. Wir haben alles richtig gemacht, haben früh angefangen mit 2017er Auto, haben das Motorkonzept geändert. Das ist riskant, aber notwendig, wenn wir gewinnen wollen. Aber wir zählen auch zu den Teams, die nicht mit den neuen Reifen gefahren sind. Das ist ein kleiner Nachteil. Den müssen wir in den ersten Testtagen aufholen.“

Wäre ein Podium genug?

Alonso: Es ist nicht gut Versprechungen abzugeben. Es hängt von der Perspektive ab. Wenn das Auto so wäre wie 2016, würden wir ein Podium feiern. Wenn das Auto siegfähig ist, dann nicht.

Bei Mercedes war kurz ein Platz frei und es könnte 2018 wieder einer frei werden. Ist das interessant für Sie?

Alonso: Wir werden sehen. Vor August macht es keinen Sinn, über meine Zukunft nachdenken. Es ist doch klar, dass Mercedes jeden Fahrer abgecheckt hat, nachdem Rosberg überraschend zurückgetreten war. Sie wollten von allen die Vertragssituation wissen. Über 2018 zu sprechen ist noch viel zu früh. Wir werden bis zum Sommer warten müssen um zu sehen, wer das Beste aus den neuen Regeln macht. Als Rosberg zurücktrat, gab es Gespräche und Telefonate mit Mercedes, aber es gab keinen Grund irgendetwas Konkretes zu diskutieren. Ich bin happy bei McLaren. Es zählt mit Ferrari zu den berühmtesten Teams.

Wird das Überholen schwerer?

Alonso: Ich habe mich damit noch nicht befasst. Jetzt sind andere Dinge wichtiger. In Theorie sollte Überholen schwieriger sein. Aber das ist nur eine Theorie. Warten wir die Rennen ab. Bis jetzt war der Unterschied in der Reifen-Performance der entscheidende Faktor. Da konnte ein schlechtes Auto mit frischen Reifen sogar einen Mercedes auf alten Reifen überholen. Das wird auch 2017 so sein.

Was halten Sie von Hamiltons Vorschlag, dass die Fahrer nicht mehr gegenseitig in ihre Daten schauen können?

Alonso: Wenn Lewis mehr auf Daten von Rosberg geschaut hätte, wäre er vielleicht Weltmeister geworden. Ich weiß nicht, was er damit erreichen will.

Ihre Meinung zum Rücktritt von Rosberg?

Alonso: Es war eine echte Überraschung. Ich respektiere sie. Jeder hat seine eigenen Gründe und Ziele. Er wollte den Titel, hat lange dafür gearbeitet, war schon mal nahe dran. Jetzt hat er den Titel und hört auf. Das ist konsequent und tapfer. Für ihn war es die beste Lösung. Mein Fall ist ein anderer. Für mich ist Rennfahren eine Droge. Ich werde noch mit 80 Jahren im Go-Kart sitzen und die Kids vor mir hertreiben.

Mercedes hat 2014 von einem neuen Reglement profitiert. Ist das jetzt auch wieder möglich, dass ein Team alle anderen überrascht?

Alonso: Es ist möglich, dass die neuen Regeln alles durcheinanderwirbeln. Aber diesmal ist es schwieriger. Der Motor ist immer noch da, und macht 50 Prozent des Pakets aus. Und da ist Mercedes weit voraus. Das ist ein Handikap für den Rest. Alle anderen müssen einen super Job mit dem Chassis machen. Deshalb wird es nicht so einfach werden, wie 2014 alles auf den Kopf zu stellen. Der neue Mercedes sieht sehr durchdacht aus. Und am Sonntag werden wir einen guten Red Bull sehen. Ich hoffe, dass McLaren mit dem Chassis einen guten Job gemacht haben, um in diese privilegierte Gruppe vorzustoßen. Unser neues Auto sieht jedenfalls toll aus.

Ist es auch sexy?

Alonso: Nur wenn wir gewinnen.

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