Fernando Alonso

"Ein Traum ist wahr geworden"

Foto: dpa

Alonso holt sich im Renault mit dem zweiten Rang wie schon im Vorjahr die nötigen Punkte für seinen zweiten WM-Titel im "Autodromo Jose Carlos Pace" und verhilft dem Team zudem zur erneuten Konstrukteurs-WM.

Was für ein Gefühl ist es, erneut Weltmeister zu sein?

Alonso: Fantastisch, einfach fantastisch! Das ist ein ganz besonderer Tag. Wir haben eine tolle Saison mit dem erneuten Gewinn der Fahrer- und der Konstrukteurs-WM gekrönt. Das ist ein toller Abschied von Renault. Ein Traum ist wahr geworden. Das ist ein ganz spezieller Moment für mich. Ich hätte nur noch einen Punkt benötigt, um sicher den Titel zu verteidigen. Jetzt bin ich sogar Zweiter in Sao Paulo geworden. Es war zum Teil sehr hart in dieser Saison. Jetzt sind wir Weltmeister und ich denke, wir haben es verdient.

Wie haben Sie reagiert, nachdem Michael Schumacher wegen seines Reifenplatzers schon in der zehnten Runde an die Box musste und damit keine Siegchance mehr hatte?

Alonso: Danach haben wir die Drehzahl reduziert. Wir wollten nichts mehr riskieren. Es ging nur noch darum, den Titel abzusichern. Das Team hatte allerdings schon nach drei, vier Runden vorgeschlagen, das Tempo zu drosseln. Aber das war dann doch zu früh. Aber letztendlich ist es egal, was für ein Ergebnis Michael beim Großen Preis von Brasilien hatte.

Was bedeutet es, zum zweiten Mal gegen Schumacher die WM gewonnen zu haben?

Alonso: Das ist toll. Ich habe immer gesagt, ich möchte den Titel holen, so lange er noch fährt. Diese Titel haben für mich mehr Wert. Ich bin sehr stolz darauf, gegen ihn gefahren zu sein. Es war ein harter und enger Kampf mit Michael.

Was sagen Sie zu seinem Rücktritt?

Alonso: Ich wünsche Michael für sein neues Leben mit der Familie alles Gute.

Glauben Sie, Schumachers Rekord von sieben WM-Titeln einmal brechen zu können?

Alonso: Darüber mache ich mir keine Gedanken. So etwas ist sehr schwierig.

Was machen Sie in der nächsten Woche?

Alonso: Ich werde wohl nach England fliegen, um mich vom Team zu verabschieden. Ich hoffe, das danach auch in Frankreich machen zu können. Am Wochenende bin ich dann in meiner Heimatstadt in Spanien zum Feiern.

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