Fehlstart für Fernando Alonso

„Nur drei Tage Vorbereitung“

Fernando Alonso - McLaren - F1-Test - Barcelona - 27. Februar 2017 Foto: xpb 44 Bilder

Fernando Alonso verbrachte den ersten Testtag zum Großteil in der Garage. Probleme mit dem Ölsystem legten seinen McLaren-Honda lahm. Jetzt fürchtet der Spanier, dass ihm die Zeit davonläuft.

Fernando Alonso machte ein grimmiges Gesicht. Der Spanier drehte am ersten Testtag nur 29 Runden. Die meisten davon mit langsamer Geschwindigkeit. Im Vergleich dazu: Sebastian Vettel kreiste 128 Mal um den Circuit de Catalunya. Nach nur einer Installationsrunde stellte Alonso seinen McLaren-Honda in der Garage ab. Die Daten warnten die Honda-Ingenieure vor Problemen mit der Ölversorgung ihres V6-Turbo.

Honda hat nicht nur den Motor neu konstruiert. Im Heck des McLaren MCL32 ist auch ein neuer Öltank für den Motor installiert. Kleiner und anders geformt als im Vorjahr. Für einen tieferen Schwerpunkt und um Gewicht zu sparen. Erste Anzeichen der Probleme hatten sich offenbar schon am Filmtag angedeutet.

Der erste Testtag wurde für Alonso zur Geduldsprobe. Während Honda nach der Ursache forschte, war der zweifache Ex-Weltmeister zum Nichtstun verdammt. Sieben Stunden lang. Danach rollte Alonso mit gemäßigter Fahrt um den Kurs. „Um die Systeme zu checken, die funktioniert haben.“

Nur keine Krise herbeischreiben

Der Spanier ist lange genug im Geschäft um zu wissen, dass der erste Testtag nach der Winterpause noch kein Fingerzeig für die gesamte Saison sein muss: „Du bist weder extrem besorgt oder extrem euphorisch, je nachdem wie der Tag läuft. Aber ich bin natürlich enttäuscht. Da bereitest du dich den ganzen Winter auf diesen Tag vor, und dann stehst du schon nach der Installationsrunde. Mir bleiben jetzt nur noch drei Tage, mich auf die Saison vorzubereiten. Und das in einem Jahr, in dem alles neu ist. In dem du die Reifen und das Auto lernen, deinen Fahrstil an die neuen Autos anpassen musst.“

Es hörte sich wie eine indirekte Warnung an McLaren und Honda an, ihre Hausaufgaben möglichst bald zu lösen. Der alte Politiker Alonso ließ bei der Gelegenheit durchblicken, dass er selbst über alle Zweifel erhaben ist: „Zum Glück habe ich jede Menge Erfahrung. Es gibt keinen im Feld, der sich so schnell anpassen und ans Limit kommen kann wie ich.“

Der Ex-Champion warnte auch davor, jetzt gleich schon wieder eine Krise herbeizuschreiben. „Nach den vielen Problemen in den letzten beiden Jahren ist die Versuchung da, alles noch schlechter zu reden. Das bringt uns nicht weiter.“ Der Medienschelte folgte die Aufforderung an das Team: „Wir müssen uns jetzt konzentrieren und die verlorene Zeit wieder wettmachen. Bei vier Tagen pro Fahrer haben wir schon ein Viertel der möglichen Vorbereitung verloren.“

Alonso will vorerst nicht die verlorene Zeit einfordern. „Wer weiß, vielleicht geht es meinem Teamkollegen ja noch schlechter als mir. Erst wenn ich am dritten Testtag auch nicht zum Fahren komme und Stoffel zwei problemfreie Tage hat, können wir darüber nachdenken, den Testplan zu ändern.“

Entschuldigung an die Fans

Mit einem ersten Eindruck von Auto, Motor und der Auswirkung der neuen Regeln hielt sich Alonso zurück: „Ich bin bis jetzt noch nicht ernsthaft gefahren. Das erste Gefühl ist gut. Es ist definitiv mehr Abtrieb da. Du kannst attackieren. Es sind wieder echte Rennautos. Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen für das, was wir ihnen in den letzten sechs Jahren geboten haben.“

Alonso teilt weiter aus: „Die neuen Autos werden die Fahrer mehr fordern. In den letzten Jahren warst du im Rennen schneller, je langsamer du gefahren bist. Das hatte nichts mit Rennfahren zu tun.“ Trotzdem glaubt der 32-fache GP-Sieger nicht, dass die neuen Autos wieder den Fahrer in den Vordergrund stellen. „Dazu bräuchten wir bei dem Abtrieb, den wir im Moment haben, viel mehr Power. Einige Kurven werden komplett verschwinden und zur Gerade werden. Die Technik ist heute einfach zu dominant.“

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