Fernando Alonso

Keine Angst vor dem Rennsonntag

GP Australien 2011 - Freies Training Foto: xpb 77 Bilder

Fernando Alonso macht sich über die vielen Unwägbarkeiten um die Reifen, KERS und den Heckflügel wenig Gedanken. Der Spanier will sich am Sonntag überraschen lassen. Prognosen sind nicht möglich.

Fernando Alonso beendete den ersten Trainingstag der Formel 1-Saison 2011 auf Platz drei. Mit einer Zeit von 1.26,001 Minuten fehlten ihm nur 0,147 Sekunden auf Jenson Buttons Bestzeit.

Die ersten 180 Minuten Action waren ein Tag zum Lernen. Wie funktionieren die neuen Fahrhilfen? Wie reagieren die Reifen? Prognosen sind unmöglich. "Jeder fuhr ein anderes Programm. Wir haben uns darauf konzentriert, die Reifen zu beobachten und zu prüfen, ob sie sich anders verhalten als bei den Testfahrten."

Reifen heizen nur langsam auf

Dabei fielen Alonso zwei Dinge auf. "Die Rundenzeiten mit den weichen Reifen waren im Vergleich zum Vorjahr gar nicht so schlecht. Man muss mit einrechnen, dass die Autos keinen Doppeldiffusor mehr haben." Zur Erinnerung: Sebastian Vettel fuhr im Vorjahr mit 1.23,919 Minuten auf die Pole Position. Da fehlen also noch zwei Sekunden. Die harte Mischung ist in Melbourne nur schwer auf Temperatur zu bringen. "Bis endlich Hitze in der Lauffläche ist, hat sich diese schon aufgelöst", berichtet Ferraris Nummer eins.

Der zweifache Ex-Weltmeister lässt sich nicht durch Gedanken verrückt machen, wie das Rennen am Sonntag laufen könnte. "Das kann hier keiner mit Bestimmtheit vorhersagen. Wir müssen am Sonntag auf das reagieren, was passiert. Da wir vollgetankt losfahren, haben wir die größtmögliche Flexibilität. Wir müssen uns nicht vorher ausrechnen, wann wir zum ersten Stopp an die Boxen kommen. Der Reifen wird den Zeitpunkt des Boxenstopps bestimmen. Wie der im Rennen hält, hängt von den äußeren Bedingungen und vom Streckenzustand ab. Die vielen Rahmenrennen werden vielleicht soviel Gummi auf die Fahrbahn legen, dass es den Reifen hilft."

Überholen trotz Heckflügel nicht zu einfach

Beim Heckflügeltest in der letzten halben Stunde kam Alonso zwei Mal in die Position, die es ihm im Rennen erlaubt hätte, auf der Zielgeraden den Heckflügel flachzustellen. Beide Male lag er am Messpunkt auf Schlagdistanz zu einem Toro Rosso. "Einmal konnte ich ihn überholen, das andere Mal nicht. Das gibt uns aber keine Antwort darauf, ob der verstellbare Heckflügel seinen Zweck erfüllt oder nicht. Ich habe keine Ahnung, mit welchen Reifen der Toro Rosso jeweils unterwegs war und wie viel Benzin er mit sich trug. Ich habe beide Male Boden gut gemacht. Ob es im Ernstfall reicht, werden wir erst im Rennen sehen, wenn alle mit gleichem Spritlevel unterwegs sind. Positiv ist, dass der Überholvorgang trotz flach gestelltem Flügel nicht zu einfach geworden ist."

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