Fernando Alonso - Alpine - Test - Formel 1 - Bahrain - 12. März 2021 Motorsport Images
Alpine A521 - F1-Auto - 2021
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Fernando Alonso: Zweite Operation nach der Saison

Alonso braucht zweite Operation Zwei Titanplatten im Kiefer

Fernando Alonso ist zwar in Bahrain noch keinen Kilometer gefahren, aber verbal so angriffslustig wie eh und je. Der Spanier hat seinen Radunfall gut überstanden und hat die Kollegen schon einmal vorgewarnt, dass sie der beste Alonso aller Zeiten erwartet.

Exakt vor einem Monat lag Fernando Alonso im Krankenhaus. Der Spanier war beim Fahrrad-Training mit einem Auto kollidiert. Eine Fahrerin hatte beim Abbiegen nicht aufgepasst. Die ersten Meldungen klangen nicht gut. Oberkiefer gebrochen, Zähne ausgeschlagen, Nase verletzt. Einen Tag nach dem Unfall gab es Entwarnung. Das Team meldete, dass ihr neuer Starpilot bis zum Testbeginn in Bahrain fit sein würde.

Die Präsentation des neuen Alpine A521 musste der Heimkehrer noch auslassen. Für die Reise nach England hätte der 32-fache GP-Sieger gleich zweimal in Quarantäne gemusst. Bei der Ankunft in England und bei der Rückkehr in die Schweiz. Für Alonso aber zählte jede Stunde. Der Unfall zwang ihm zehn Tage Ruhepause auf. "Danach habe ich wieder meine normale Routine und das Training wieder aufgenommen."

Nur den Filmtag in Silverstone und einige Marketing-Veranstaltungen musste Alonso sausen lassen. Was ihm gar nicht so ungelegen kam. Für Fahrer seiner Kategorie ist das eher eine lästige Pflicht. Viel wichtiger war die körperliche Vorbereitung auf das Comeback. Die unfreiwillige Unterbrechung verlangte den vollen Fokus darauf, den Trainingsrückstand wieder wettzumachen." Alonso versicherte: "Ich bin fit und erwarte beim Fahren keinerlei Probleme."

Esteban Ocon - Alpine - Test - Formel 1 - Bahrain - 12. März 2021
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Den Testauftakt in Bahrain überließ Alonso seinem Teamkollegen Esteban Ocon.

Ein noch besserer Fahrer als vorher

Die Spuren des Unfalls sind verschwunden, so weit man das von außen beurteilen kann. Der Ex-Champion verrät aber, dass jetzt zwei Titanplatten im Oberkiefer stecken. "Die müssen Ende des Jahres wieder raus. Es wird mich also in meinem Job nicht behindern."

Seine Rückkehr bereitete der 39-Jährige aus Oviedo generalstabsmäßig vor. Er hat 2020 jede Testmöglichkeit wahrgenommen, vier GP-Wochenenden als Gast mit dem Team verbracht und sein Fitnessprogramm wieder auf Formel-1-Standard gebracht. Den Montag und Dienstag vor den Testfahrten verbrachte der Ex-Champion pflichtbewusst im Simulator. Den ersten Testtag und das Streckenputzen überließ er Teamkollege Esteban Ocon.

Alonso fühlt sich, als wäre er nie weggewesen. "Ich sehe keine spezielle Herausforderung bei meinem Comeback. Ich bin ja die letzten zwei Jahre nicht daheim rumgesessen, sondern fast jedes Wochenende Rennen gefahren." Der Star des Alpine-Teams glaubt, dass er perfekt gerüstet ist für die Aufgabe, die ihn erwartet: "Bei dem engen Mittelfeld wird es darauf ankommen, jedes Wochenende die perfekte Leistung abzuliefern und sich bei der langen Saison die Energien gut einzuteilen." Alonso war in seinem ersten Formel-1-Leben berühmt dafür, immer das Maximum aus seinen Autos herausgeholt zu haben.

Seine Erfahrungen in Le Mans, Indianapolis und auf der Rallyepiste haben aus dem größten Allrounder im Feld einen noch kompletteren Rennfahrer gemacht als vorher. "Ich fahre heute besser als je zuvor", urteilt Alonso ganz unbescheiden. "Das Ziel für mein Comeback kann nur lauten, das nachzuholen, was ich früher nicht zu Ende gebracht habe." Jetzt liegt es am Team, ihm ein konkurrenzfähiges Auto hinzustellen.

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