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Alonso auf der Jagd nach Vettel

"Wir haben nicht mehr viel Raum für Fehler"

Fernando Alonso ist mit Platz zwei in der Fahrer-WM der härteste Verfolger von Sebastian Vettel. Allerdings liegt er 36 Punkte zurück. Der Spanier weiß, dass er nun zum Angriff blasen muss. Silverstone sollte gutes Pflaster dafür sein.

Red Bull und Ferrari gehen als Favoriten in den Grand Prix von Silverstone. In den letzten vier Jahren holte Red Bull drei Siege in Silverstone. Zwei Mal stand Mark Webber ganz oben, einmal Sebastian Vettel. Fernando Alonso war in der Saison 2011 der strahlende Sieger, im vergangenen Jahr holte er sich die Pole-Position.

Ferrari stark in Silverstone

Red Bull aufgrund der Statistik als klaren Favoriten zu sehen, könnte jedoch ein Fehler sein. Denn Ferrari ist in diesem Jahr vor allem in der Übung Reifenverschleiß in der besseren Position. Beim überlegenen Sieg von Sebastian Vettel in Montreal spielte der Reifenverschleiß eine untergeordnete Rolle, denn Montreal geht wie Monaco sanft mit dem schwarzen Gummi um. In Silverstone sieht die Sache anders aus. Pirelli hat für den GP England die Medium-Mischung und die harte Mischung im Gepäck. Wie in Barcelona, das mit Silverstone von der Streckencharakteristik her vergleichbar ist  – dort ging der Sieg an Ferrari.

"Das sollte eine gute Strecke für uns sein", meint Alonso. "Wir waren in den letzten Jahren gut hier, es ist die erste Strecke, die ähnlich wie China und Barcelona ist. Aber auch Red Bull war hier immer stark und Mercedes ist ebenfalls ein Kandidat. Wir gehen das Rennen mit Selbstvertrauen an."

Keine Ausrutscher mehr gestattet

Der zweimalige Weltmeister weiß aber auch, dass Ferrari noch Verbesserungspotential hat. In Malaysia verschenkte er Punkte nach einer Kollision mit Vettel und dem darauffolgenden Abflug, in Bahrain war es das defekte DRS-System, das mehr als Platz acht vereitelte. In Monaco zeigte sich Alonso im Rennen eher defensiv. Weil er weiß, wie wichtig jeder Zähler ist und dass man sich keinen Ausrutscher mehr leisten darf?

"Von nun an sind alle Rennen wichtig. Wir liegen 36 Punkte hinter dem Führenden, da haben wir nicht mehr viel Raum für Fehler oder noch mehr Punkte zu verlieren", analysiert der 31-Jährige. Er erinnerte aber auch noch einmal daran, dass er nach dem Rennen in Monza im vergangenen Jahr 39 Punkte Vorsprung auf Vettel hatte und es  trotzdem nicht zum Gewinn der WM reichte.

Reifen müssen im Qualifying funktionieren

Die Pirelli-Reifen sind je nach Wetterlage Fluch oder Segen für Ferrari. Im Rennen gelten die Roten als Reifenflüsterer, ist es allerdings im Qualifying zu kalt, kommen die Reifen nicht auf Temperatur.  "Wenn du ein Wochenende hast, an dem die Reifen richtig arbeiten, hast du eine Chance zu gewinnen. Wir müssen uns darin verbessern, die Reifen im Qualifying noch mehr zum Arbeiten bringen."

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