Fernando Alonso zufrieden mit Teststart

McLaren-Pilot lobt Auto und Renault-Motor

Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1 Foto: Daniel Reinhard 148 Bilder

Fernando Alonso verteilte Lob in alle Richtungen. An McLaren. An Renault. An die Streckenbetreiber. Und an sich selbst. Eine defekte Radmutter begrenzte das Fahrprogramm und sorgte für einen Abflug. Das Malheur spielte der Spanier herunter.

Es war die zweite Ausfahrt für Fernando Alonso im neuen McLaren-Renault MCL33. Auf einen Filmtag in Navarra folgte der offizielle Testauftakt 2018 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Alonso schloss ihn auf dem fünften Platz ab. Dachte man. Auf dem Supersoftreifen glückte dem 36-Jährigen aus Oviedo eine Rundenzeit von 1:21.339 Minuten. Die wurde ihm aber später gestrichen, weil er die Schikane im letzten Streckenabschnitt abkürzte. Deshalb fiel Alonso um zwei Positionen zurück.

McLaren jetzt schon schneller als 2017

So stand zum Testauftakt schließlich eine Rundenzeit von 1.22.354 Minuten. Bereits nach 45 Minuten rodelte Alonso in der Zielkurve ins Kiesbett. Schuld war eine defekte Radmutter, was dazu führte, dass das rechte Hinterrad vom Radträger rutschte. McLaren hat die Radmutter für 2018 neu konstruiert. In der Hoffnung, die durchschnittlichen Reifenwechsel zu schnellen zu machen.

Alonso nahm den Unfall gelassen. „Ich habe mich für euch gefreut“, sagt der Weltmeister von 2005 und 2006 zu den Journalisten. „Das ist eine gute Geschichte für euch. Es handelte sich zwar nur um ein kleines Problem, aber es war nach außen gut sichtbar. Viele andere hatten heute wahrscheinlich größere Schwierigkeiten. Aber deren Autos standen auseinandergebaut in den Garagen hinter zugesperrten Toren.“ Ist das Problem schon gelöst? „Ich kenne die Details nicht. Aber wenn es Sorgen geben würde, hätte das Team mich nicht noch einmal rausgeschickt.“

Nach dem Zwischenfall tauchte Alonso erst fünf Minuten vor der Mittagspause wieder auf der Strecke auf. „Wir wollten am Vormittag sowieso nicht viel fahren. Wir haben dann umgebaut und unser Programm für den Nachmittag umgestellt.“ Die zweiten vier Übungsstunden waren weitläufig vom schlechten Wetter beeinflusst. Erst tröpfelte es. Rund zwei Stunden vor Schluss begann es stärker zu regnen. Alonso hebt trotzdem das Positive hervor. „Wir haben mit die meisten Runden am Nachmittag geschafft.“ Um genau zu sein waren es 41 nach nur zehn Umläufen im ersten Tagesabschnitt.

Alonso glücklich mit Renault

Der Wechsel von Honda- auf Renault-Motoren hat den Optimismus ins zweiterfolgreichste Team der Formel 1-Geschichte zurückgebracht. „Das Auto fühlt sich gut an. Alles scheint in Einklang mit den Daten zu stehen, die wir im Windkanal gewonnen haben. Der Motor passt auch. Ich kenne 80 Prozent der Renault-Ingenieure, die bei uns in der Garage stehen von früher. Das erleichtert die Zusammenarbeit. Ich weiß, wie sie arbeiten und welchen Wert sie auf Fahrbarkeit legen. Jede Unterhaltung ist gut und hilft uns weiter. Der Motor macht mich glücklich. Wir haben damit viel Potential.“

Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1 Foto: xpb
Platz 7 und 51 Runden: Fernando Alonso bezeichnete den Testauftakt als einen positiven Tag.

An Red Bull und dem Werksteam Renault muss sich McLaren in dieser Saison messen lassen. „Natürlich schauen wir auf sie und werden uns vergleichen. Wie ihre Geschwindigkeit ist. Wie konstant sie fahren. Und wie viele Runden sie täglich schaffen. Sie sind unsere Benchmark. Dass sie denselben Motor fahren, kann nur helfen. Wenn sie etwas finden, was den Motor verbessert, dringt das automatisch bis zu uns durch.“

Alonso verteilte auch ein Lob für den neuen Asphalt in Barcelona. „Schon auf den ersten Metern aus der Boxengasse spürt man eine große Verbesserung. Es gibt keine Bodenwellen mehr. Der Asphalt hat im Trockenen viel Grip. Im Nassen ist es schwieriger. Weil man nicht so leicht Temperatur in den Reifen generiert. Das ist aber generell ein Problem bei diesen Außentemperaturen. Wenn es so bleibt, werden wir alle nicht viel fahren. Das ist besonders schade für die Fans.“

Keine Sichtprobleme durch den Halo

Alonso ist ein Verfechter des Halo-Cockpitschutzes. Nach 51 Runden im Cockpit sieht er keine Probleme. „Auf Fotos sieht es so aus, als ob der zentrale Steg im Weg sei. Aber wir schauen nicht vorne auf das Chassis, sondern fahren mit Weitblick. Da stört es nicht. In den Kurven auch nicht. Da schaust du links und rechts vorbei. Die größte Sache ist das Ein- und Aussteigen. Da ist das Platzangebot nicht üppig.“

Sein Rennkalender ist mit der Sportwagen-WM und der Formel 1 rappelvoll. Alonso hofft, ein noch kompletterer Fahrer durch die vielen Ausflüge zu den Sportprototypen zu werden. Und natürlich hofft er auf den Le Mans-Sieg. „Ich habe die Erfahrung, um es zu machen. Ich werde mich auf jedes Rennen zu 100 Prozent vorbereiten. Mit meinem Rennen in Daytona habe ich dieses Jahr schon über 1.000 Runden auf dem Buckel. Das ist ein Training, das die anderen Fahrer nicht hatten. Ich fahre schon so, als ob ich acht oder neun Grand Prix bestritten habe. Obwohl wir erst am Anfang stehen. Das einzige, auf das ich aufpassen muss, ist das Reise-Management. Hier muss ich so effektiv wie möglich sein. Jede Verspätung und jeder Flugausfall könnten wehtun.“

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