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Ferrari fehlen vier Zehntel

Hamilton sieht keinen Motorvorteil mehr

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2018 Foto: sutton-images.com 26 Bilder

Sebastian Vettel glaubt, dass Ferrari noch 3 bis 4 Zehntel auf Mercedes fehlen. Lewis Hamilton sieht Ferrari beim Motor auf gleicher Höhe. Und Daniel Ricciardo verspricht, dass Red Bull im Renntrimm mit Mercedes mithalten kann.

05.04.2018 Michael Schmidt

Der erste Grand Prix des Jahres gab einige Aufschlüsse über das Kräfteverhältnis der Autos, aber noch lange nicht alle. Dazu ist Melbourne eine zu spezielle Rennstrecke. Und das Rennen selbst wurde durch das Safety-Car verzerrt. „Wir wissen zum Beispiel noch nicht, wie es mit dem Benzinverbrauch aussieht. Da werden wir Bahrain abwarten müssen“, geben die Mercedes-Ingenieure zu Protokoll.

Trotzdem hat der GP Australien einige Indikatoren abgeliefert, wie das Kräfteverhältnis zwischen Mercedes, Ferrari und Red Bull aussieht. Sebastian Vettel glaubt: „Uns fehlen zwischen 3 und 4 Zehntel auf Mercedes.“ Der Ferrari verliert seine Zeit in den Kurven. „Wir brauchen noch etwas Abtrieb“, gibt Vettel zu.

Ferrari will deshalb im Freitagstraining einige Aero-Konfigurationen im Vergleich fahren, um zu sehen, wo das Problem liegt. Vettel: „Das neue Auto ist besser als das alte. Es hat viel Potenzial. Wir müssen es nur aus ihm herausholen. Es ist noch ein kleiner Schritt zu Mercedes, aber dieser letzte Schritt ist bekanntlich der schwerste.“

Red Bull im Renntrimm an Mercedes dran

Ferrari vs. Mercedes - GP Australien 2018 Power Ranking GP Australien Mercedes trotz Ferrari-Sieg vorn

Als Lewis Hamilton auf Vettels Einschätzung angesprochen wird, zögert er: „Ich habe keine Zahl für den Abstand zwischen uns. So weit ich von unseren Ingenieuren höre, hat Ferrari jetzt in der Qualifikation die gleiche Power wie wir. Wie es im Rennen mit dem Spritverbrauch aussieht, können wir noch nicht sagen.“

Mercedes tritt in Bahrain fast mit dem gleichen Auto an wie in Melbourne. Nur der Kühlung wird etwas mehr Spielraum gegönnt. Da war man bei den Silberpfeilen in Melbourne einen Schritt zu weit gegangen. Das erste große Upgrade soll erst in Barcelona kommen.

Red Bull ist die große Unbekannte in diesem Spiel. „Wir sind sicher besser als Platz 4“, betont Daniel Ricciardo. In der Qualifikation reicht es Red Bull noch nicht, Mercedes herauszufordern. „Wir drehen beim Motor alles auf, was wir haben, aber bei Mercedes und Ferrari ist das ‚alles‘ ein bisschen mehr als bei uns.“

Im Rennen sieht sich der Australier bei der Musik: „Wir haben ein sehr gutes Auto. Wenn wir in Bahrain am Sonntag so gut sind wie in Australien, dann können wir nah an den Mercedes dran sein“, verspricht Ricciardo. Red Bull hat dafür ein kleines Aerodynamikpaket an den Arabischen Golf gebracht. „Das Gute in diesem Jahr ist, dass wir den Zahlen dieses Jahr glauben können. Die Fortschritte kommen auf der Rennstrecke auf, wie sie von der Simulation versprochen werden“, freut sich Ricciardo.

Neuester Kommentar

Die Einordnung von Vettel ist so eigentlich nicht nachvollziehbar. Ein Rueckstand ist immer von der Streckencharakteristik und -laenge abhaengig und keinesfalls ein fester Wert.
Tatsache ist, dass der Mercedes hohe Kurvengeschwindigkeiten fahren kann, ohne beim top speed relevant zu verlieren. Das kann ein Zeichen fuer eine sehr effiziente Aerodynamik sein, oder von mehr und effizienterer Motorleistung, die den Mercedes mehr uneffizienten Abtrieb erlauben wuerde. Eine Klarstellung dazu gaebe es nur, wenn man beide Fahrzeuge direkt miteinander vergleichen koennte. Fuer die Fahrer spielt es auch ueberhaupt keine Rolle, warum ein Auto schneller ist, sondern nur, dass es schneller ist und wieviel.
Die besten Fahrer in der Formel1 weichen mit einer durchschnittlichen Runde nur gering von der Summe ihrer idealen Sektorzeiten ab. Wenn also der Mercedes in Australien 3/10 schneller als der Ferrari war und Hamilton auf seiner sehr guten Runde weitere 3/10 auf seine durchschnittliche Runde herausfaehrt, ergibt sich eine Gesamtdifferenz von 6/10. Haette Hamilton eine durchschnittliche Runde in Q3 gefahren und Vettel seine idealen Sektorzeiten zusammen bekommen, waere es eine enger Kampf um die Pole geworden. Eine souveraene Pole wird Vettel aber in der aktuellen Konstellation nicht heraus fahren koennen, vielmehr muss man davon ausgehen, dass wenn er auf eine Strecke wie Melbourne mit 3/10 Vorsprung auf Pole gestanden haette, er eine ideale Runde bei einer sehr schlechten Runde Hamiltons gehabt haette.
Der Vorsprung der Mercedes bleibt also bestehen, wenn auch nicht immer ersichtlich.

bkkmiwe 6. April 2018, 15:24 Uhr
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