Ferrari im Aufwind

Alonso und Massa auf Vettel-Jagd

Fernando Alonso Foto: xpb 80 Bilder

Fernando Alonso und Felipe Massa sitzen Sebastian Vettel in Montreal vom Start weg im Nacken. Der Regen könnte den Kampf um den Sieg zu einer Lotterie machen. Am Ende könnte McLaren der lachende Dritte sein.

Der letzte Ferrari-Sieg beim GP Korea 2010 liegt schon mehr als ein halbes Jahr zurück. So eine gute Chance wie in Montreal bekommen Fernando Alonso und Felipe Massa aber wohl so schnell nicht mehr. Auf den Plätzen zwei und drei steht scheinbar nur Sebastian Vettel einem Erfolg der Scuderia im Weg.

Strecke in Montreal kommt Ferrari entgegen

Dass Ferrari so schnell wieder nach vorne kommt, hatte zuletzt niemand gedacht. In Barcelona wurden die roten Autos noch überrundet. In Monaco kam bereits die prompte Wende, als Alonso im Rennen lange gegen Vettel um den Sieg kämpfte. Zwei Wochen danach will man die Chance in Montreal zum Sieg endlich nutzen. Alonso weiß, dass sich solch eine gute Gelegenheit in dieser Saison nicht so oft bieten wird.

"Die Strecke hilft uns sicherlich. Es gibt keine schnellen Kurven. Die Aerodynamik ist nicht ganz so wichtig", begründete der zweifache Weltmeister den plötzlichen Aufschwung. "Außerdem haben alle Updates an diesem Wochenende funktioniert. Wir haben alle neuen Teile auch am Auto." Der Lohn: Nur zwei Zehntel fehlten Alonso und Massa in der Qualifikation auf die Zeit von Pole-Mann Sebastian Vettel.

Regenrennen wird zur Lotterie

"Seit Singapur 2010 haben wir nicht mehr in der ersten Startreihe gestanden. Das ist ein sehr schönes Gefühl wieder um die Pole Position zu kämpfen. Zwei Ferrari unter den ersten Drei ist ein tolles Ergebnis", strahlte Alonso anschließend. "Wichtig ist aber erst das Rennen morgen."

Im Kampf gegen Vettel besitzt Alonso einen Joker. Der Spanier hat in dieser Saison nichts mehr zu verlieren. In der WM-Wertung trennen ihn schon 74 Punkte von seinem deutschen Konkurrenten. Schon in Monaco hatte Alonso einen aggressiven Angriff auf Vettel geplant, der aber mit dem Rennabbruch kurz vor Schluss ins Wasser fiel.

Alonso warnt vor McLaren

Am Sonntag könnte wieder einmal der Regen den Zeremonienmeister geben. Die Prognosen sagen Schauer über Montreal voraus. "Wir hatten bisher noch kein Rennen im Regen", blickt Alonso dem Start mit gemischten Gefühlen entgegen. "Prognosen sind schwierig, wenn das gesamte Feld zum ersten Mal gleichzeitig auf den Pirelli-Regenreifen fährt. Wir müssen mit der Strategie sehr flexibel sein."

Sollte es tatsächlich feucht werden, könnte sich auch noch McLaren in den Kampf Red Bull gegen Ferrari einmischen. "Man darf sie nicht unterschätzen", warnt Alonso. "Sie waren wohl in der Qualifikation mit mehr Abtrieb unterwegs. Das könnte ihnen morgen helfen."

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