Ferrari

Auch Ross Brawn geht

Foto: Reinhard

Nach Michael Schumacher verlassen auch der Technische Direktor Ross Brawn und Motorchef Paolo Martinelli Ferrari. Brawn zieht sich ins Privatleben zurück, während Martinelli laut Ferrari "eine wichtige Position im Fiat-Konzern" übernehmen soll.

Für Brawn rückt Mario Almondo als Technischer Direktor auf, neuer Motorchef wird der Franzose Gilles Simon. Die Leitung der Chassis-Entwicklung geht endgültig die Hände von Aldo Costa über, der bereits für das 2006er Auto verantwortlich war. Sportdirektor und damit Nachfolger von Jean Todt, der Ferrari-Geschäftsführer wird und nur noch eine Übergangssaison bestreitet, wird Stefano Domenicali, für die Rennstrategie ist wie 2006 Luca Baldisseri verantwortlich.

"Ich danke Ferrari, dass ich Teil dieser wunderbaren Periode in der Geschichte des Teams sein durfte. Die Mitarbeiter hier sind alle außergewöhnliche Menschen", sagte Brawn zum Abschied. "Ferrari möchte seinen herzlichsten Dank für eine außerordentliche Ära in der Geschichte der Scuderia und des Motorsports ausprechen", sagt das offizielle Teamstatement.

Nachdem er mit Benetton und Michael Schumacher 1994 und 1995 zwei Weltmeisterschaften gewonnen hatte, wechselte der heute 49-Jährige im Dezember 1996 als Technischer Direktor zu Ferrari. Brawn gilt als größtes Taktik-Genie der Formel 1, der auch bei unterlegener Technik mit ausgefeilter Strategie Rennen für die Roten gewinnen konnte. Unter der Ägide von Ross Brawn, Jean Todt und Michael Schumacher gewann Ferrari sechs Kontrukteurs-Titel (1999-2004) und fünf Fahrer-Weltmeisterschaften (2000-2004) in Folge. Mit rund 90 Grand Prix-Siegen ist es die erfolgreichste Ära der Roten in ihrer Geschichte.

Michael Schumacher: "Ross ist der Maßstab"

Ein besonderer Dank an Brawn kommt von Michael Schumacher: "Er hat mir zu all meinen Erfolgen in der Formel 1 verholfen. Seine starke Persönlichkeit und Authorität waren von fundamentaler Bedeutung für das Team. Ross ist in der Lage, seine Leute optimal für ihre Aufgaben vorzubereiten und zu motivieren. Nach meiner Meinung wird er für alle Zeiten der Maßstab bleiben."

Vergessen will der Rekord-Weltmeister auch nicht die Verdienste von Paolo Martinelli: "In den letzten sechs Jahren hatte ich nur zwei Motorschäden, das sagt wohl alles über die Qualität von Paolos Arbeit."

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