Ferrari-Befürchtung

Aus Formel 1 wird Formel GP3

Ferrari F1 Box Foto: dpa 27 Bilder

Ferrari hat parallel zur Niederlage vor Gericht im Kampf gegen das neue Reglement die Stimmung mit einer provokanten Meldung auf seiner Homepage weiter angeheizt. Die Scuderia befürchtet eine Abwertung der Formel 1.

Die Mitarbeiter hätten "ihren Augen nicht getraut", als sie am Mittwochmorgen (20.5.) die Namen der Teams gelesen haben, die in der nächsten Saison in die Formel 1 einsteigen wollen. "Schaut man auf die Liste, die gestern aus Paris durchgesickert ist, findet man keinen sehr berühmten Namen", hieß es dort.

Ferrari fürchtet Abwertung der Formel 1

Angesichts der Interessenten fragte die Scuderia: "Kann eine Weltmeisterschaft mit Teams wie diesen - bei allem Respekt - denselben Wert haben wie die Formel 1 heute, in der Ferrari, die großen Automobilhersteller und die Teams, die die Geschichte dieses Sports begründeten, gegeneinander antreten?"

Zur Erklärung präsentierte Ferrari freilich auch die Namen der Teams, die 2010 in der Königsklasse Gas geben wollen. "Wirth Research, Lola, USF1, Epsilon Euskadi, RML, Formtech, Campos, iSport: Das sind die Namen der Teams, die in der Zweiklassen-Gesellschaft der Formel 1 antreten sollen, die (Max) Mosley will", schrieb Ferrari.

Gericht lehnt Vetorecht Ferraris ab

Die Scuderia musste am selben Tag gegen FIA-Chef Mosley allerdings eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Ein Pariser Gericht wies den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab, mit der Ferrari die Regeländerungen für 2010 stoppen wollte. Die Italiener hatten sich auf ein Veto-Recht berufen, dies wurde von den Richtern aber nicht bestätigt.

In seiner Mitteilung auf der Homepage fragte Ferrari unterdessen: "Wäre es nicht angemessener, sie (Formel 1) Formel GP3 zu nennen?" Der als einziges Team seit WM-Beginn 1950 zur Formel 1 gehörende Rennstall hatte angekündigt, nicht in der kommenden Saison antreten zu wollen, sollten die neuen Regeln nicht wieder geändert werden. Streitpunkt ist die Budgetobergrenze von umgerechnet rund 45 Millionen Euro und die damit verbundene klare Bevorteilung derjenigen Teams, die sich an das Limit halten.

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