Ferrari

Das Geheimnis der Nase

Foto: XPB 16 Bilder

Bei den Testfahrten in Barcelona überraschte Ferrari die Konkurrenz mit dem revolutionären Nasenlochflügel. Wie jetzt bekannt wurde, waren die Löcher für die Luftführung allerdings schon bei den ersten Rennen im Chassis.

Lange versuchte Ferrari die Neuerung geheim zu halten. Die italienischen Kollegen von Autosprint bekamen trotzdem schon im Februar Wind von der Sache. Jetzt ist auch klar warum: Die Neuentwicklung war von langer Hand geplant. Die Löcher im F2008-Chassis waren bereits zu Saisonbeginn vorhanden.

Bei der Herstellung geht das Chassis durch viele Hände. Da ist es kaum zu vermeiden, dass solch radikale Modifikation über kurz oder lang an die Öffentlichkeit gelangen. Eine Abdeckung schützte die Löcher bei den ersten Rennen immerhin vor allzu neugierigen Blicken der Konkurrenz und den Objektiven der Fotografen.

Premiere in Barcelona

Hinter dem Aufwand steht ein einfacher Grund: Ferrari konnte das Chassis dadurch schon beim ersten Crashtest in der endgültigen Form prüfen lassen. Die Italiener mussten nun vor dem ersten Einsatz in Barcelona nur noch das vordere Nasenelement zur FIA-Abnahme schicken. Beim Rennen in Spanien wird sich auch erstmals zeigen, wie viel Zeit das neue Element wirklich bringt.

Die Funktionsweise ist so revolutionär wie einfach: An der Unterseite der Nase befindet sich im ansteigenden Teil eine Öffnung, die an ein Haifischmaul erinnert. Die dort einströmende Luft entweicht auf der Chassis-Oberseite auf Höhe der Vorderachse durch zwei flache Öffnungen. Die Luftführung durch Nase und Chassis verbessert die Wirkung des hinteren Flügelelements.

Normalerweise gilt: je länger der Flap, umso größer die Gefahr, dass die Strömung abreißt. Durch den Trick mit der Nase wird die Luft hinter dem Frontflügel abgesaugt und damit beschleunigt. Sie liegt deshalb besser am Flügel an. So konnte der Flap verlängert werden und produziert dadurch mehr Abtrieb.

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