Ferrari droht mit Rückzug

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat mit einem Rückzug des Teams aus der Formel-1-Weltmeisterschaft in drei Jahren gedroht. Der Italiener reagierte damit auf die geplanten Reglementsänderungen des Internationalen Automobil-Verbandes FIA für 2008.

"2007 könnten wir uns auch zurückziehen", zitiert die italienische Zeitung "La Stampa" di Montezemolo.

Die radikalen Reformen sehen unter anderem eine Reduzierung der Motoren von 3 auf 2,4 Liter und von 10 auf 8 Zylinder vor. Elektronische Fahrhilfen sollen drastisch eingeschränkt werden. Zudem schwebt FIA-Präsident Max Mosley vor, dass die Teams künftig Chassis und Teile verkaufen oder verleihen können und es nur noch einen Reifenlieferanten gibt.

Vehement sprach sich di Montezemolo gegen die geplante Streichung Imolas aus dem WM-Kalender aus. "Bevor man hier einen Grand Prix wegnimmt, muss man auch mit uns reden", wies er auf die Bedeutung dieses Rennens für Ferrari und Italien hin. "Diese Strecke ist nach Enzo und Dino Ferrari benannt. Hier zählt auch unsere Meinung." Ferrari gefalle es nicht, von 2005 an mit Monza nur noch einen WM-Lauf in Italien zu haben. Für di Montezemolo ist in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen. "Warten wir mal ab", sagte er.

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