Ferrari

Erst morgen wird es ernst

Ferrari dominierte das erste Training zum Großen Preis von Australien scheinbar nach Belieben. Doch Ferrari-Sportchef Jean Todt warnt davor, den Saisonauftakt zu Gunsten der Roten schon abzuschreiben.

"Natürlich ist es schön, dass heute zwei Ferrari konstant vorne lagen. Doch erst morgen im Qualifying wird es wirklich ernst.“

Michael Schumacher konnte es kaum erwarten, endlich wieder gegen seine Konkurrenten anzutreten. Seine Lust auf’s Fahren war förmlich spürbar. Dennoch ließ er sich eine knappe halbe Stunde Zeit, bevor erstmals auf die Strecke ging. Der sechsfache Weltmeister eröffnete seine Saison mit einem für die Konkurrenz demoralisierenden Paukenschlag. Mit seiner Zeit von 1,25,127 Minuten blieb er um 0,716 Sekunden unter dem inoffiziellen Rundenrekord, den Teamkollege Rubens Barrichello mit seiner Trainingsbestzeit 2002 für die 5,303 Kilometer lange Strecke inne hatte.

"Ich bin happy mit der Leistung unseres neuen Autos, was unsere Erwartungen nach den Wintertests nur bestätigt“, meinte Schumacher. Doch auch er warnte: "Man sollte nicht zuviel in die Rundenzeiten hinein interpretieren. Es ist noch zu früh sich ein Bild über die Hackordnung der Teams zu machen. Tatsächlich bezweifle ich, dass die Ordnung als solche jetzt bereits besteht.“ Laut Schumacher konzentrierte sich das Team heutevor allem auf die Abstimmung für die Strecke. Doch auch für den Rekord-Champion lief nicht alles nach Plan: "Drei Mal bin ich heute leicht von der Bahn abgekommen, hauptsächlich wegen des starken, aber nicht konstanten Windes. Da kann es einem schon mal passieren, dass man bei der Wahl des Bremspunktes auf dem falschen Fuß erwischt wird.“

Auch Teamkollege Rubens Barrichello war mit seinem Tag zufrieden. Der Brasilianer belegte am Morgen wie auch am Nachmittag den zweiten Rang. "Wir haben noch sehr viel zu tun, aber das Auto beweist riesiges Potenzial. Ich denke, wir dürfen noch mehr vom F2004 erwarten, was klasse ist. Noch bin ich dabei, das Auto verstehen zu lernen, da ich bislang erst anderthalb Tage damit im Trockenen getestet hatte. Ein guter Start in die Saison.“

Ergebnisse Formel 1, Freies Training GP Australien (Melbourne) vom 5.3.2004

1. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 1:24,718 Min.
2. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:24,826
3. Jarno Trulli (Italien) Renault 1:25,757
4. Jenson Button (Großbritannien) BAR-Honda 1:25,786
5. Fernando Alonso (Spanien) Renault 1:25,853
6. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW 1:25,882
7. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) Williams-BMW 1:26,206
8. David Coulthard (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:26,215
9. Mark Webber (Australien) Jaguar-Cosworth 1:26,312
10. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:26,579
11. Giancarlo Fisichella (Italien) Sauber-Petronas 1:26,601
12. Takuma Sato (Japan) BAR-Honda 1:26,967
13. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas 1:26,969
14. Ricardo Zonta* (Brasilien) Toyota 1:27,165
15. Anthony Davidson* (Großbritannien) BAR-Honda 1:27,516
16. Olivier Panis (Frankreich) Toyota 1:27,710
17. Christian Klien (Österreich) Jaguar-Cosworth 1:27,724
18. Cristiano da Matta (Brasilien) Toyota 1:27,807
19. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Jordan-Ford 1:27,826
20. Björn Wirdheim* (Schweden) Jaguar-Cosworth 1:28,781
21. Gianmaria Bruni (Italien) Minardi-Cosworth 1:28,991
22. Zsolt Baumgartner (Ungarn) Minardi-Cosworth 1:29,708
23. Giorgio Pantano (Italien) Jordan-Ford 1:30,061
24. Timo Glock* (Dinklage) Jordan-Ford 1:30,291

* Nur für freies Training zugelassen

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