Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020 Ferrari
Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020
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Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020
Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020 20 Bilder

Ferrari Formel-1-Test

Vettel für Mugello-Grand-Prix

Gut eine Woche vor dem Formel-1-Saisonstart in Spielberg ist Ferrari zu einem Testtag auf der hauseigenen Strecke in Mugello ausgerückt. Sebastian Vettel war so begeistert von dem Kurs, dass er gerne für einen Grand Prix zurückkommen würde.

Corona hat die Formel-1-Welt für vier Monate fest im Griff gehabt. Die Wintertestfahrten Ende Februar scheinen bereits eine Ewigkeit her zu sein. Doch so langsam wird es wieder lauter in der Königsklasse. Nach Mercedes (Silverstone) und Renault (Spielberg) hat am Dienstag (23.6.) auch Ferrari damit begonnen, sich für die neue Saison einzugrooven.

116 Tage nach dem letzten Auftritt in Barcelona rückte die Scuderia erstmals wieder in voller Mannstärke aus. Um die Einsatztruppe rechtzeitig zum Saisonstart in Spielberg in den Rennmodus zu bringen, ging es für einen Testtag auf den Mugello Circuit. Die traditionsreiche Strecke befindet sich – wie Fiorano – im Besitz des italienischen Autobauers.

Ferrari-Test im SF71H von 2018

Es gibt aber noch einen zweiten Grund, warum sich Ferrari für den Ausflug in die Toskana entschieden hat. Mugello steht auf der Liste der möglichen Kandidaten für eine Verlängerung der Europa-Saison im September. Da würde es sicher nicht schaden, schon mal frühzeitig ein paar Daten zu sammeln, die dann in die Vorbereitung der Setup-Arbeit einfließen.

Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020
Ferrari
An diese Bilder müssen sich die Fans gewöhnen. In den Garagen herrscht Maskenpflicht.

Wie verwertbar die Erkenntnisse des Testtags sind, lässt allerdings nur schwer sagen. Wie von den strikten Testregeln vorgeschrieben musste Ferrari – wie auch schon Mercedes und Renault in der vergangenen Woche – ein zwei Jahre altes Auto mit speziellen Pirelli-Reifen zum Einsatz bringen. Der aktuelle Rennwagen blieb in der Fabrik in Maranello.

Gerne hätte übrigens auch Red Bull einen solchen Vorbereitungstest mit einem 2018er Rennwagen absolviert. Weil der Motorenpartner des Verstappen-Teams vor zwei Jahren aber noch Renault hieß, verzichtete der Rennstall aus Milton Keynes auf den Einsatz des Auslaufmodells. Stattdessen soll am Donnerstag (25.6.) in Silverstone ein sogenannter Filmtag mit dem aktuellen RB16 absolviert werden. Das Problem dabei: Bei einem Filmtag ist die Fahrzeit auf nur 100 Kilometer limitiert.

Diese Einschränkung hatte Ferrari bei seinem Test am Dienstag in Mugello nicht. Auf der hügeligen Berg- und Talbahn tobte sich erst Sebastian Vettel nach Herzenslust aus, bevor er dann nach der Mittagspause das Steuer an Teamkollege Charles Leclerc abgab. Beide Piloten absolvierten dabei eine komplette Renndistanz.

Der mit schnellen Kurven gespickte Kurs bot den Fahrern ein ideales Terrain, um sich den Rost der langen Pause aus den Knochen zu schütteln. Und auch für die Mechaniker lieferte der Test wichtige Erkenntnisse. Zum Schutz vor Corona-Übertragungen hatte Ferrari das Layout der Garage geändert. Alle Teammitglieder mussten mit Maske arbeiten und die Abstandsregeln einhalten, so wie es auch in Spielberg der Fall sein wird.

Vettel begeistert von Auto und Strecke

Für Vettel war es übrigens nicht das erste Mal in Mugello. Der Heppenheimer drehte bei offiziellen Testfahrten schon 2014 ein paar Runden im Red Bull auf der Toskana-Achterbahn. "Es war schön, endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Die Pause hat ja länger gedauert als ein normaler Winter", kommentierte der 32-Jährige anschließend zufrieden.

"Ich habe mich gefreut, alle Jungs aus dem Team wieder zu sehen. Und es war toll, wieder so ein Auto spüren zu können – und das auf einer so spektakulären Strecke. Ich denke wirklich, dass es Mugello verdient, einen Grand Prix zu beherbergen. Ich habe zunächst ein paar Runden gebraucht, um mich wieder einzugewöhnen. Aber dann hat es richtig Spaß gemacht."

Charles Leclerc - Ferrari - Test - Mugello - 2020
Ferrari
Charles Leclerc konnte man das Grinsen durch den Helm ansehen.

Ähnlich begeisterte Worte fand auch Kollege Leclerc nach seiner Ausfahrt: "Wie toll war das, endlich wieder auf einer echten Strecke unterwegs zu sein. Das habe ich echt vermisst. Ich habe in der langen Pause ja viel virtuelles Racing betrieben, da brauchte ich nun endlich wieder den Eindruck von echter Geschwindigkeit."

Im Gegensatz zu Vettel war Leclerc am Dienstag zum ersten Mal in einem Formel-1-Auto in Mugello unterwegs. "Das hat den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Jetzt freuen wir uns schon auf den Saisonstart. Ab nächster Woche beginnt wieder der Ernst des Lebens."

Der SF71H war für den Einsatz übrigens schon mit #WeRaceAsOne-Schriftzügen beklebt. Dabei handelt es sich um eine offizielle Aktion der Formel 1, die sich gegen Ausgrenzung und Rassismus richtet. Beim ersten Rennen in Spielberg kommende Woche sollen alle Autos entsprechend gekennzeichnet sein.

In der Galerie zeigen wir Ihnen einige Bilder vom Ferrari-Neustart in Mugello.

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