Fernando Alonso GP Bahrain 2012 Wilhelm
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"Nicht mehr auf Fehler anderer verlassen"

Ferrari hat in Bahrain erstmals diese Saison beide Autos in die Punkteränge gebracht. Und das auf einer Rennstrecke, die Gift für die roten Renner war. Fernando Alonso hätte noch weiter vorne landen können, doch der Vorteil der neuen Reifen war geringer als erwartet. Der Spanier zog eine kritische Zwischenbilanz.

Bahrain ist die Anti-Ferrari-Strecke. Lange Geraden, sechs langsame Ecken mit Beschleunigungsphasen. Schlecht für ein Auto, das keinen Top-Speed und schlechte Traktion hat. Trotzdem bunkerten Fernando Alonso und Felipe Massa acht WM-Punkte auf das Konto von Maranello. Das erste Mal im Doppelpack. Beide Fahrer hätten sich sogar noch weiter vorne platzieren können.

Alonso ärgert sich über Rosberg

Fernando Alonso wurde mit 0,26 Sekunden Rückstand auf Paul di Resta abgewinkt. "Eine Runde länger, und ich hätte ihn überholt." Das Überholmanöver von Nico Rosberg fand bei ihm keinen Beifall. "Wenn da eine Mauer steht, hätte ich jetzt nicht mehr mit euch sprechen können. Umso schlimmer, dass er mit Hamilton das gleiche gemacht hat."

Die Rennleitung sah es anders. Rosberg habe konstant seine Spur gewechselt, Alonso sei mit einer voller Wagenlänge hinter ihm gelegen, hieß es.

Auch Massa lag mit Rosberg im Clinch. Der Brasilianer verlor das Duell an den Boxen. "Wäre ich nach dem ersten Reifenwechsel noch vor ihm gelegen, hätte ich ihn vielleicht das ganze Rennen hinter mir halten können." Massa atmete dennoch auf. "Zwei Punkte sind zwar nicht Ferrari-Standard, aber sie werden mir Selbstvertrauen zurückgeben."

Alonsos Reifenpoker geht nicht auf

Die Ferrari-Piloten hatten sich im Training im Reifensparen versucht. Alonso hielt sich drei frische Satz harte Reifen für das Rennen zurück, Massa zwei Satz harte und einen weichen. Nach dem Rennen zweifelte Alonso: "Die neuen harten Reifen haben mir weniger Vorteile gebracht als erhofft. Felipe hat mit seinem Satz weicher Reifen im dritten Turn gezeigt, dass ich mir besser einen Satz dieser Sorte aufgehoben hätte."

Der WM-Fünfte blickte mit gemischten Gefühlen auf das Rennen zurück. "Einerseits ist es erfreulich, vor beiden McLaren gelandet zu sein. Andererseits sind 57 Sekunden Rückstand auf den Sieger zu viel. So weit lagen wir dieses Jahr noch nie zurück."

Ferrari-Aufschwung in Barcelona?

Nach vier Rennen fehlen dem zweifachen Ex-Weltmeister zehn Punkte auf den neuen WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel. "Mit dem Auto, das wir zur Verfügung haben, ist das maximale Schadensbegrenzung. Wir haben davon profitiert, dass in jedem Rennen ein anderer gewinnt. Ab jetzt müssen wir uns aber auf unsere eigenen Stärken bauen. Der GP Spanien wird für uns ein entscheidendes Rennen. Dann wird sich zeigen, ob wir die Probleme mit unserem Auto lösen können. Wir dürfen uns nicht mehr auf die Fehler anderer verlassen."

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