Ferrari feuert Stepney

Foto: giw

Ferrari hat nach einem Bericht der "La Gazzetta dello Sport" seinen unter Sabotageverdacht stehenden Mechaniker Nigel Stepney entlassen. Der italienische Formel-1-Rennstall wirft dem Engländer vor, beide Rennwagen vor dem Großen Preis von Monte Carlo manipuliert zu haben.

Der 48-Jährige soll ein weißes Pulver in die Tanköffnungen der Ferrari geschüttet haben. Nach der Anzeige der Scuderia durchsuchte die Staatsanwaltschaft Modena die Wohnung und den Arbeitsplatz von Stepney. Dabei soll nach Angaben italienischer Medien belastendes Material gefunden worden
sein.

Stepneys Anwältin Sonia Bartolini wies die Anschuldigungen zurück. Sie habe Beweise für seine Unschuld. Stepney werde am Donnerstag nach seinem Urlaub in Italien zurückerwartet und sich unmittelbar danach vor den Justizbehörden verteidigen. Danach werde eine Schadenersatzklage gegen Ferrari eingereicht.

Seltsam dilletantisch

Einige Formel 1-Insider wundern sich ohnehin über die Affäre. In seiner Funktion hatte Stepney selbstverständlich Zugang zu den Formel 1-Autos in der Fabrik in Maranello. Dass der Engländer einen ernsthaften Sabotage-Versuch unternommen haben soll, dabei Rückstände einer Chemikalie an den Tanks hinterließ und zudem die gleiche Chemikalie in seinem Haus gelagert haben soll, wirkt eher dilletantisch.

Vergebliche Hoffnung

Stepney stand 14 Jahre in Diensten der Scuderia. Von 1993 bis 2001 war er Chefmechaniker, im Jahr 2002 war er zunächst für das Betanken der Rennwagen während der Grands Prix verantwortlich. Stepney hatte sich nach dem Weggang von Technik-Chef Ross Brawn Ende der vergangenen Saison Hoffnungen auf den Posten des Technischen Leiters an der Rennstrecke gemacht. Da Ferrari ihn jedoch nicht beförderte, und Luca Baldisseri zum Strategiechef ernannte, kündigte der mittlerweile aus dem Boxenteam abgezogene Stepney seinen Abschied aus Maranello zum Ende der laufenden Saison an.

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