Ferrari beklagt Nachteil

Zwei Baustellen in der Motoren-Abteilung

Ferrari-F1-Motor Foto: xpb 20 Bilder

Ferrari arbeitet aktuell an zwei Motoren-Baustellen. Die Entwicklung des neuen V6-Aggregats sei eine finanzielle Herausforderung, die den Kundenteams erspart bleibe, klagt Teamchef Stefano Domenicali.

Die Motoren-Ingenieure in der Formel 1 können sich aktuell nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Trotz des offiziellen Entwicklungsstopps schaffen es die Teams immer noch, Fortschritte mit dem alten 2,4 Liter-V8 zu erzielen. Vor allem an den Kennfeldern, den sogenannten Mappings, wurde in der vergangenen Saison viel gearbeitet, um den angeblasenen Diffusor perfekt zu nutzen.

Neuer Ferrari V6 wird im Sommer gezündet

Daneben haben die drei Motorenbauer aber noch ein zweites großes Projekt. Der neue 1,6 Liter Turbo Sechszylinder, der ab der Saison 2014 zum Einsatz kommen soll, wirft seine Schatten bereits voraus. Bei Mercedes soll die erste Zündung des neuen Aggregats kurz bevor stehen. Ferrari benötigt noch mindestens bis zum Sommer, wie Teamchef Stefano Domenicali nun verriet.

Der Italiener beklagt, dass die Doppelbelastung viele Ressourcen in Beschlag nimmt: "Das kostet viel Geld. Wir müssen Prüfstände und Strukturen an den neuen Motor anpassen und zwei Programme parallel fahren. Das wird ein hartes Jahr. Wir nehmen das Thema sehr ernst." Motorenchef Luca Marmorini sei konzentriert bei der Arbeit.

Ferrari-Seitenhieb auf Red Bull und McLaren

Domenicali nutzte das Motorenthema für einen kleinen Seitenhieb auf die Konkurrenz: "Teams, die einfach nur den Preis für den Motor bezahlen, haben es leichter", so der Ferrari-Capo. Der italienische Sportwagenhersteller hofft, die Erkenntnisse aus dem Bau des Turbo-Aggregats auch für die Serienentwicklung zu nutzen.

Neben der Leistung hofft Domenicali beim neuen V6-Aggregat auch auf den Sound. "Das will ich mir mit eigenen Ohren anhören. Der Sound ist wichtig für die Formel 1. Die Zuschauer müssen die Vibrationen fühlen können. Wir müssen darauf achten, dass das erhalten bleibt."

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