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Ferrari im Pech

Vettels Beinahe-Crash in Kurve 5

Ferrari war im Austin-Rennen schneller als im Training, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Kimi Räikkönens Rennen endete mit einer Panne beim Reifenwechsel. Sebastian Vettel haderte mit Strömungsabriss am Heckflügel. Und sah seinen eigenen Beinahe-Unfall auf der Video-Leinwand.

Ferrari kommt einfach nicht mehr auf die Füße. Seit dem GP Italien wartet der Rennstall der Herzen auf einen Podiumsplatz. Die gehören in den letzten vier Rennen ausschließlich den Fahrern von Mercedes und Red Bull. Der GP USA machte da keine Ausnahme. Was von den Startplätzen 5 und 6 auch nicht zu erwarten war.

Dabei lief das Rennen zunächst besser als erwartet. „Wir waren schneller als im Training unterwegs“, bilanzierte Teamchef Maurizio Arrivabene. Sebastian Vettel hielt Supersoft-Reifen bis Runde 14 am Leben. „Länger als ich dachte.“ Kimi Räikkönen konnte sich bis zur 20. Runde im Windschatten von Max Verstappen behaupten.

Ferrari hat HaasF1-Problem von Malaysia

Doch dann ging wieder einmal schief, was schiefgehen konnte. Räikkönen wurde auf ein Dreistopp-Rennen umdisponiert. Es war eine elegante Art, eine drohende Stallregie zu vermeiden. Vettel drängelte bereits in Räikkönens Heck. Und er fuhr wegen seines späten ersten Stopps mit einer anderen Strategie. Ferrari konnte sich die Dreistopp-Taktik leisten, obwohl sie keine Aussicht auf Erfolg hatte. Doch das Loch zu Felipe Massa und Carlos Sainz war so groß, dass ein Extra-Boxenstopp keinen Schaden anrichtete.

Ferrari konnte nicht ahnen, dass Räikkönens dritter Reifenwechsel in einem Ausfall enden würde. Rechts hinten hatte sich die Radmutter verkantet. Eigentlich dürfte die Boxenampel dann nicht grün anzeigen, weil der Schlagschrauber nicht bis zum Anschlag hämmern kann. Es passierte trotzdem, und Räikkönen fuhr los. An der Boxenausfahrt wurde der Finne per Funkspruch gestoppt. Die Aktion kostete 5.000 Euro Strafe.

Das Problem ist nicht ganz unbekannt. Es passierte auch schon HaasF1 in Malaysia. Damals verlor Esteban Gutierrez nach einem Boxenstopp das linke Vorderrad. Gleiches Problem: Die Radmutter hatte verkantet, der Schlagschrauber gab keinen Alarm, die Ampel schaltete auf Grün. Liegt es vielleicht daran, dass Ferrari und HaasF1 die gleichen Räder, Achsen und Radmuttern verwenden?

Vettel fährt anderen Heckflügel als Räikkönen

Sebastian Vettel hatte ein anderes Problem. Mitten im Rennen meldete sich Renningenieur Ricardo Adami am Funk: „Du wirst es vielleicht schon gemerkt haben, aber hin und wieder verlierst du Abtrieb auf der Hinterachse.“ Vettel gab zurück: „Hin und wieder? Macht ihr Witze. Der Abtrieb reißt dauernd ab.“ Tatsächlich kämpfte Vettel von Anfang an mit Schwankungen des Anpressdrucks.

Arrivabene erklärte es so: „Ein Stück Gummi klebte am Heckflügel und führte zu einem Strömungsabriss. Am Ende haben wir Sebastian dann an die Box geholt um den Heckflügel zu reinigen. Damit konnten wir auch sicher gehen, wo das Problem lag.“

Es war aber nicht der alleinige Grund. Fotos zeigen, dass Vettel ab Samstag einen anderen Heckflügel als Teamkollege Räikkönen fuhr. Das Modell war auch nicht mit Suzuka identisch. Offenbar reagierte der Typ Flügel empfindlich auf Seitenwind. Mehrere Fahrer hatten berichtet, dass der Wind vor allem in den S-Kurven besonders stark von der Seite blies.

Ein Mal hätte Vettel das Auto in Kurve 5 fast verloren – eine 230 km/h schnelle Linkskurve mitten im Geschlängel. „Ich war ziemlich stolz, dass ich das Auto da noch abfangen konnte. Es war ein heftiger Quersteher. Ich musste echt schnell korrigieren.“ Wenig später sah Vettel die Szene mit einem Auge auf einer Video-Leinwand. „Ich konnte aber nur kurz draufschauen. Dann kam schon die nächste Kurve.“ Der Deutsche drosselte danach das Tempo. Nico Rosberg und Daniel Ricciardo waren schon unerreichbar weit weg.

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