Ferrari in Bahrain wieder stärker?

"Mercedes-Ausfall wäre willkommen"

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 16. April 2015 Foto: xpb 104 Bilder

Die Strecke in Bahrain dürfte Ferrari wieder besser liegen als der Kurs in Shanghai. Als Favorit sieht sich Sebastian Vettel allerdings noch nicht. Mercedes habe das stärkste Paket. Auch mit einem Crash im Silberpfeil-Duell rechnet der Deutsche nicht. Ungelegen würde ein solches Szenario aber nicht kommen.

Sebastian Vettel ist wieder obenauf. Nach 3 Podiumsplätzen in Folge sind die Erwartungen an den Deutschen gestiegen. Vor allem in Italien würde man gerne eine Wiederholung des Hitze-Erfolgs von Malaysia sehen. Doch Vettel hält den Ball flach: "Das Problem ist, dass die Sonne hier in Bahrain leider irgendwann untergeht. Es wird also nicht so heiß wie in Malaysia."

Vettel vor Kimi wie 2012 und 2013?

Ferrari wird seinen Reifenvorteil also nicht so ausspielen können wie erhofft. Im Rennen sollten die roten Autos aber dennoch konkurrenzfähiger sein als zuletzt. Der Sakhir Circuit belastet vor allem die Gummis auf der Hinterachse. Hier hat Ferrari seine Stärken. "Wir sollten ganz gut unterwegs sein", blickt Vettel optimistisch auf das Rennwochenende. "Das Auto hat bisher bei allen Bedingungen funktioniert. Wir müssen nur sicherstellen, dass wir direkt hinter Mercedes liegen."

Gerne erinnert sich Vettel an die Jahre 2012 und 2013. Damals kämpfte er mit seinem Red Bull in Bahrain gegen Kimi Räikkönen - damals im Lotus - um den Sieg. "Es wäre schön, wenn wir das wiederholen würden. Ich denke aber, dass wir realistisch sein müssen. Mercedes besitzt aktuell noch das stärkste Paket. Es ist schwer, sie zu schlagen. Ich hoffe einfach, dass wir etwas näher dran sind als zuletzt."

Eskalation im Mercedes-Duell?

Vielleicht bekommt Vettel ja Schützenhilfe aus dem Silber-Lager. Wie sehr sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg bekriegen, konnte sich der Ferrari-Pilot ja vor wenigen Tagen in China aus der Nähe betrachten - erst im Rennen und anschließend bei der Pressekonferenz. Im vergangenen Jahr waren beide Mercedes in Bahrain ganz nah an einer Kollision.

Mit einer Eskalation rechnet Vettel aber nicht: "Beide sind vernünftig und wissen, wie sie damit umgehen. Für uns spielt das keine Rolle. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Wenn sie sich gegenseitig aus dem Rennen kegeln, profitieren alle - nicht nur wir. Das wäre also höchst willkommen. Aber wir erwarten nicht, dass so etwas passiert."

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