Ferrari macht Jagd auf Red Bull

Roter Aufschwung dank neuer Regeln?

Fernando Alonso Foto: xpb 50 Bilder

Fernando Alonso verpasste die Pole Position in Silverstone nur um eine Zehntel. So nah war Ferrari in diesem Jahr noch nie an Red Bull dran. Wir suchen die Gründe und sagen Ihnen, ob das der Beginn einer Trendwende ist.

Ferrari sitzt Red Bull im Nacken. In Silverstone hatten die roten Bullen noch Schonzeit. Wenn der Trend anhält, könnte Fernando Alonso doch noch zum ersten Konkurrenten für Vettel & Co. werden. So knapp wie am Samstag in Silverstone ging es in diesem Jahr noch nie zu. "Ich bin sehr glücklich. Das war unser bestes Qualifying", jubelte Alonso anschließend.

Ferrari-Aufschwung durch Regeländerungen?

Dabei war der Spanier zuletzt in Montreal sogar noch ein Stück weiter vorne gestartet. "Der dritte Platz hier schmeckt besser als der zweite Platz in Montreal", erklärte Alonso. "Die Strecke in Silverstone passt unserem Auto eigentlich nicht mit den schnellen Kurven. Das ist ein gutes Zeichen."

Michael Schumacher mutmaßt, dass der plötzliche Ferrari-Aufschwung auch was mit den letzten Regeländerungen zu tun hat. Nach langen Diskussionen hatte sich die FIA erst am Samstag durchgerungen, dass Anblasen des Diffusors beim Gaswegnehmen zu verbieten. Seit Valencia ist es den Teams zudem verboten, die Motoreinstellungen zwischen Qualifikation und Rennen umzuprogrammieren. In diesen Disziplinen war Red Bull besonders gut. Ferrari hatte noch Nachholbedarf.

Kann Ferrari um den Sieg kämpfen?

"Ich glaube eher, dass die gute Leistung mit unseren technischen Updates zusammenhängt", konterte Alonso. "Die neuen Teile haben einen deutlich spürbaren Fortschritt gebracht." Spannend wird zu sehen, ob Ferrari auch am Sonntag noch so nahe an Red Bull dran ist. In Barcelona wurde zuletzt mit der Reifenkombination "soft" und "hart" gefahren. Auch da konnte Ferrari auf den weicheren Gummis gut mithalten. Die härtere Mischung schmeckte den roten Autos dagegen gar nicht.

"Das werden wir morgen herausfinden. Durch den Regen im Freien Training hatten wir leider nicht genug Zeit, das ausgiebig zu testen. Bei den Runs, die ich mit dem harten Reifen gefahren bin, hat es sich gut angefühlt. In Barcelona habe ich nach dem Wechsel auf die harte Mischung eine ganze Runde auf die Spitze verloren. Ich bin zuversichtlich, dass das besser wird. Aber wir bevorzugen natürlich nach wie vor die weiche Mischung."

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