Felipe Massa - Ferrari - Formel 1-Test - Mugello - 2. Mai 2012 Grüner
Michael Schumacher - Mercedes - Formel 1-Test - Mugello - 2. Mai 2012
Kamui Kobayashi - Sauber - Formel 1-Test - Mugello - 2. Mai 2012
Gary Paffett - McLaren - Formel 1-Test - Mugello - 2. Mai 2012
Romain Grosjean - Lotus - Formel 1-Test - Mugello - 2. Mai 2012 117 Bilder

Ferrari in Mugello

Wo sind die neuen Teile?

Ferrari muss mehr als jedes neue Team Boden auf die Konkurrenz gutmachen. Trotzdem tröpfeln die neuen Teile nur langsam in Mugello ein. Felipe Massa hätte lieber mehr davon getestet. Der Brasilianer ist skeptisch, ob man den Rückstand in einem Schritt aufholen kann: "Das wäre zu optimistisch."

In der Tagesrangliste vom Mittwoch stand Felipe Massa am Ende auf Platz fünf. Nach 106 Runden stand eine Zeit von 1.22,257 Minuten zu Buche. Der Brasilianer lag damit 0,654 Sekunden hinter der Bestzeit. Er setzte die Arbeit fort, die Fernando Alonso am Vortag begonnen hatte.

Ferrari nur mit kleinen Updates

Es ging um den Vergleich zweier Auspuffversionen. Einer modifizierten alten und der aktuellen, die in Bahrain gefahren wurde. Das einzig neue Teil an Massas Ferrari F2012 waren vier Leitbleche unter dem Chassis. Sie ähneln denen von Red Bull und Lotus. Gebogen, und leicht zueinander versetzt. Am letzten Testtag von Mugello testet Alonso einen komplett neuen Auspuff mit neuen Seitenteilen.

Die zweite Hälfte des lang erwarteten Konters von Ferrari auf die Probleme am Saisonbeginn kommt erst in Barcelona ans Auto. Zum Beispiel eine neue Nase, ein neuer Frontflügel und ein neuer Diffusor. Felipe Massa hätte sich gerne mehr für Mugello gewünscht. "Es wäre besser gewesen, mehr Neuentwicklungen schon hier in Mugello auszutesten. Ich habe heute praktisch nur einen Vergleichstest mit ein paar neuen Details abgespult. Die neuen Teile für Fernando treffen erst heute Nacht hier ein." Das zeigt: Ferrari entwickelt auf der letzten Rille. Jede zusätzliche Stunde im Windkanal kann hilfreich sein.

Ingenieure suchen eine Sekunde

Ferrari will die Lücke zu den Spitzenteams möglichst schnell schließen. Das erwarten die Tifosi. Man gibt den Roten nicht ewig Zeit. Felipe Massa ist skeptisch, ob der große Sprung in einem Aufwasch funktioniert. "Das wäre zu optimistisch gedacht. Die anderen entwickeln sich ja auch weiter. Wir müssen davon ausgehen, dass sie sich um drei Zehntel verbessern. Das heißt, dass uns ein Riesenschritt gelingen muss, um sie einzuholen."

Ferrari liegt im Schnitt sieben Zehntel hinter der Spitze. Also sind die Ingenieure auf der Suche nach einer Sekunde. Massa bestätigt: "Es gibt bei unserem Auto viele Bereiche, mit denen wir nicht happy sind."

Mugello ist nicht der ideale Ort für Ferrari diese Schwachpunkte auszusortieren. Das sind der schlechte Top-Speed und die mangelhafte Traktion. Mugello hat zwar eine 1,1 Kilometer lange Gerade, aber keine langsamen Kurven. Man wird also erst in Barcelona wissen, ob man die Defizite ausgemerzt hat.

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