Ferrari macht Jagd auf Vettel

Von Malaysia nach China über Maranello

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Saturday Practice Foto: xpb 19 Bilder

Ferrari hinkt hinter Red Bull und McLaren hinterher. Um die für Istanbul geplanten technischen Updates vorzuziehen, nahm die Teamleitung sogar einen Umweg über Maranello in Kauf.

Für die Jagd auf Sebastian Vettel nehmen die Teamverantwortlichen von Ferrari auch zusätzliche Reisestrapazen in Kauf. Rennstallchef Stefano Domenicali, der Technische Direktor Pat Fry und Designchef Aldo Costa machten vor dem dritten Formel-1-Saisonrennen in China kurzerhand von Malaysia aus einen Umweg in die Teamfabrik nach Maranello.

Ferrari-Updates schon in China?

Die Scuderia hofft, die eigentlich für einen späteren Zeitpunkt geplanten Weiterentwicklungen am neuen Ferrari schon am Wochenende in Shanghai einsetzen zu können.

Not und Sorge sind offensichtlich groß. "Ich bin definitiv nicht zufrieden damit, wie die Saison begonnen hat", stellte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo klar, "aber ich habe vollstes Vertrauen in die Leute hier, dass sie wissen, wie sie auf so eine schwere Situation zu reagieren haben."

Montezemolo: "Keine schnelle Wende"

Platz fünf für Fernando Alonso und Rang sechs für Felipe Massa in der Fahrerwertung - nach den ersten beiden Rennen fährt die Scuderia dem Ziel WM-Titel klar hinterher. Dass die Italiener schon in China entscheidend zu Red Bull und WM-Spitzenreiter Vettel aufschließen können, glaubt allerdings selbst di Montezomolo nicht. "Ich denke, Ferrari kann nicht in einer Woche die Wende schaffen", meinte er auf der Homepage des Traidtionsrennstalls.

Dennoch unternimmt Ferrari alles, um die "Rote Göttin" auf Touren zu bringen. Die Crew ist bereits in Shanghai, die Chefs sollen derweil am Firmensitz herausfinden, warum die Leistung auf dem Asphalt nicht der im Windkanal entspricht. "Ein kniffliges Unternehmen", räumte der Rennstall selbst allerdings ein.

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