Sebastian Vettel - GP Italien 2016 sutton-images.com
Pascal Wehrlein - GP Italien 2016
Podium - GP Italien 2016
Nico Rosberg - GP Italien 2016
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Heim-Klatsche für Ferrari

„Wir dürfen nicht aufgeben“

Ferrari präsentierte sich beim Heimspiel in Monza als zweite Kraft. Zu wenig für die eigenen Ansprüche. Sebastian Vettel bat die Tifosi auf dem Podium um Geduld. Teamchef Maurizio Arrivabene versprach, bis zum Ende der Saison zu kämpfen.

Bei Ferrari war man nach dem Rennen nicht sicher, ob man das Heimrennen als Erfolg werten soll. „Es geht in die richtige Richtung. In Spa und Monza haben wir Fortschritte gemacht“, analysierte Kimi Räikkönen nüchtern. „Wir müssen jetzt aber in Singapur – auf einer ganz anderen Strecke – zeigen, dass wir diese Position mindestens halten und wenn möglich noch verbessern können.“

Vettel bittet Fans um Geduld

Ferrari konnte 11 Punkte auf Red Bull aufholen. Der Rückstand hat sich damit halbiert. Doch das war es auch schon, was es Positives nach dem Rennen zu sagen gab. „Wir haben einen auf die Mütze bekommen“, nahm Vettel kein Blatt vor den Mund. Der große Abstand auf Mercedes war dem Heppenheimer sichtlich auf den Magen geschlagen.

Die Laune konnte auch der gute Start nicht heben. „Wir sind das bestmögliche Rennen gefahren. Aber es hat leider nicht gereicht, Mercedes unter Druck zu setzen. Mehr als die Plätze 3 und 4 war einfach nicht möglich. Darauf können wir stolz sein. Aber unsere Fans verdienen natürlich nichts anderes als den obersten Podestplatz. Ich hoffe, wir können das in den nächsten Jahren liefern.“

Ferrari kämpft bis zum Ende

Der Titel wird in dieser Saison wieder einmal im Silber-Duell entschieden. Trotzdem will Ferrari das Jahr noch nicht komplett abschreiben und alle Ressourcen auf 2017 legen. „Wir werden das aktuelle Auto noch weiterentwickeln. Wenn Du bei Ferrari arbeitest, darfst Du nicht aufgeben. Von Ferrari erwartet man, dass bis zum Ende gekämpft wird“, erklärte Teamchef Maurizio Arrivabene.

Konzernboss Sergio Marchionne ist allerdings nicht bekannt für seine Geduld. In Monza machte sich der Präsident selbst ein Bild von der Lage: „Er hat gesagt, dass unsere Struktur solide ist und dass die richtigen Leute in den richtigen Positionen arbeiten, damit es wieder nach vorne geht“, berichtete Arrivabene. „Er freue sich schon auf die Zukunft.“ Der Druck auf dem Kessel in Maranello bleibt also weiter hoch.

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