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Ferrari kann nicht mehr siegen

Selbst Regen kann Ferrari nicht zum Sieg verhelfen. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit von Schumacher, Bridgestone und Ferrari auf nassen Pisten ist dahin. Der entthrohnte Weltmeister muss sich darauf einstellen, dass er auch bei den letzten drei Grand Prix chancenlos ist.

Michael Schumacher betete in Spa für Regen, wurde erhört und profitierte doch nicht. "Wir waren nicht so nah dran, wie wir uns das erhofft hatten", sagte er nach dem Rennen. Auch ohne Crash mit Sato waren die Roten chancenlos. Von der rutschigeren Seite der Strecke gestartet, gewann Schumacher zwei Plätze, hetzte dann als Fünfter Fernando Alonso vor sich her, und die Fangemeinde hoffte auf der nassen Bahn von Francorchamps endlich wieder einmal auf eines von Schumachers Regenwundern.

Doch es kam anders. "Fernando konnte das Tempo mitgehen", musste Schumacher erkennen. Er kam aus eigener Kraft nicht weiter nach vorn. Dass die Konkurrenz Michelin auf feuchten Strecken und Intermediate-Reifen enorme Fortschritte gemacht hat, ist bekannt. Dennoch rechnete man sich bei Ferrari mehr aus. Die Realität ist: Im günstigsten Fall wäre Rang zwei in Reichweite gewesen, Kimi Räikkönen war unantastbar.

Bridgestone-Reifen schlechter als im Vorjahr?

So langsam wächst im Lager der Weltmeister der Verdacht: Es liegt am Auto. Ferrari-Chef Montezemolo will es nicht wahr haben: "Ein Auto, dass für die Pole Position in Ungarn gut genug ist, kann so schlecht nicht sein." Montezemolo sieht die Schuld für die Niederlagen klar bei Reifenpartner Bridgestone. Dort spielt man den Ball zurück: "Man schaue sich mal die Jordan an", sagt ein Reifeningenieur.

Tatsächlich machten die veralteten gelben Renner aus Silverstone in Belgien eine erstaunlich gute Figur. Tiago Monteiro wurde ohne fremde Hilfe Achter. Dass ein Jordan in Les Combes einen Sauber niederringen kann, schien im bisherigen Verlauf der Saison undenkbar. Doch das Beispiel Jordan will Jean Todt nicht gelten lassen: "Die fahren mit Vorjahresreifen." Womit der Ferrari-Teamchef durchblicken lässt, dass er die aktuelle Reifen-Generation von Bridgestone für eine Fehlkonstruktion hält.

Michelin heiß auf Regen

Die letzte Hoffnung bei Ferrari ist die große Sintflut. Wenn es ordentlich schüttet, und richtige Regenreifen statt Intermediates gefragt sind, glaubt man sich immer noch im Vorteil. Doch wetten mag darauf im Fahrerlager kaum jemand. Die Franzosen haben heftig an ihrer Schwäche im Nassen gearbeitet. "Bei Michelin sind sie ganz heiß auf ein richtiges Regenrennen", sagt ein Insider.

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