Kimi Räikkönen - Alfa-Sauber - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying xpb
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying
Mercedes - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying
Toto Wolff - Mercedes - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying
Toto Wolff - Mercedes - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying 44 Bilder

Die große Show der Ferrari-Kunden

Alfa-Sauber und Haas trumpfen auf

Das war die Überraschung von Hockenheim. Weder Renault, noch McLaren stellten das schnellste Auto im Mittelfeld. Darum stritten sich die Ferrari-Kunden Sauber und HaasF1. Am Ende belegte Kimi Räikkönen den besten Startplatz hinter den Topteams.

Wer war das erfolgreichste Ferrari-Team in Hockenheim? Nein, nicht die berühmte Werksmannschaft mit Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Die starten nach Defekten in der Qualifikation nur von den Plätzen 10 und 20. Diesmal haben die Kundenteams die bessere Arbeit abgeliefert. Sauber geht von den Startplätzen 5 und 11 ins Rennen, HaasF1 von 6 und 12. Im Duell Sauber gegen HaasF1 hatte Sauber um stolze 0,329 Sekunden die Nase vorn. Kimi Räikkönen hätte fast noch den zweiten Red Bull von Pierre Gasly geschlagen. Die Differenz betrug nur 16 Tausendstelsekunden.

Ähnlich knapp verpasste Antonio Giovinazzi den Aufstieg ins Q3. Dem Italiener fehlte eine Hundertstelsekunde auf Sergio Perez. Auch Kevin Magnussen im zweiten HaasF1 durfte sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg ins Top Ten-Finale machen. Seine Q2-Zeit von 1.12,789 Minuten stammte aus dem ersten Versuch. Beim zweiten verbremste sich der Däne in Kurve 2. Teamchef Guenther Steiner war sicher: „Kevin hätte es ins Q3 geschafft.“ Romain Grosjeans Möglichkeiten waren mit Startplatz 6 allerdings ausgereizt. „Kimi hätten wir nicht gekriegt. Er war klar schneller.“

Räikkönen glänzt im zweiten Sektor

Die starke Form der Ferrari-Kunden hat nicht nur etwas mit dem Streckenlayout zu tun. Motorleistung ist in Hockenheim ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf. Asphalttemperaturen von 45 Grad kamen Sauber und HaasF1 ebenfalls entgegen. „Wir waren plötzlich ohne Probleme im Reifenfenster“, freute sich Steiner. Nicht ohne daran zu erinnern, wie abhängig die Fahrer von den Reifen sind. „Am Freitag hatten wir das zweitlangsamste Auto, am Samstag der viertschnellste. Das zeigt, wie sehr das Ganze am seidenen Faden hängt.“

Ein paar Punkte mehr Abtrieb können da schon viel ausmachen. Dann rutscht das Auto weniger, und die Reifen werden nicht zu heiß. Steiner vermutet: „Uns hat geholfen, dass die Lufttemperatur gesunken ist. Damit konnten wir das Auto geschlossener fahren und haben genau das bisschen Abtrieb dazu gewonnen, das die Reifen richtig arbeiten ließ.“

Während die schwarzen US-Renner im Motodrom glänzen konnten, war Sektor 2 der Paradeabschnitt der Sauber. Kimi Räikkönen schaffte die zweitschnellste Zwischenzeit, nur geschlagen von Leclerc. Das hat laut Teammanager Beat Zehnder nicht mit dem guten Topspeed der Schweizer Autos zu tun, sondern auch mit dem Fahrer: „Kimi mag Hockenheim einfach. Und er kennt in der Haarnadel die beste Linie.“

Romain Grosjean - Haas - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Qualifying
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Romain Grosjean wurde Sechster - geschlagen von Kimi Räikkönen.

Haas setzt Vergleichstest im Rennen fort

Bei Sauber will man den besten Startplatz des Jahres nicht überbewerten. „Uns haben die Probleme der beiden Ferrari in die Karten gespielt. Normalerweise stehen die vor uns“, gibt Zehnder zu. So langsam beginnen sich auch die jüngsten Upgrades auszuzahlen. Räikkönen und Giovinazzi waren in Silverstone von dem Aero-Paket noch nicht hundertprozentig überzeugt. Sie mussten dafür ihren Fahrstil umstellen. Die Daten widersprachen den kritischen Aussagen der Piloten. Das Upgrade war definitiv ein Fortschritt. In Hockenheim spürten es auch die Fahrer. Mit mehr Übung konnten sie die Vorteile besser umsetzen.

Bei HaasF1 ist noch nicht geklärt, wo die Reise hingeht. Gibt es ein drittes Rennen mit zwei unterschiedlichen Spezifikationen? Oder fahren Grosjean und Magnussen in Ungarn die gleiche Version, und wenn, dann welche? Wir werden uns nach diesem Wochenende entscheiden. Dann haben wir mehr Erfahrungen gesammelt und ein besseres Verständnis„, meinte Steiner.

Der Südtiroler warnte deshalb seine Fahrer davor, sich wieder ins Auto zu fahren: “Die Kollision in Silverstone war aus zwei Gründen ärgerlich. Wir haben Punkte verschenkt, und wir haben nichts gelernt.„ Als Erinnerungsstütze wird es am Sonntagmorgen noch einmal ein eingehendes Gespräch mit seinen Crash-Piloten geben. Sie sollten besser zuhören. Noch ein Unfall, und es könnte für den Verursacher das letzte Rennen gewesen sein.

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Im Mittelfeld tobt der Kampf um das letzte Tausendstel.

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