Ferrari macht Attacke

Regelbruch muss bestraft werden

Luca di Montezemolo Foto: Ferrari 54 Bilder

Anderthalb Wochen vor dem Verfahren gegen Mercedes und Pirelli hat Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo unmissverständlich klargemacht, dass er vom Weltverband eine Strafe erwartet. Ferrari habe Vertrauen in die FIA.

Nachdem Red Bull bereits im Rahmen des Montreal-Wochenendes die Messer gewetzt hatte, bläst nun auch Ferrari zur Verbal-Attacke im Streit um den Mercedes-Reifentest. Am 20. Juni muss das Internationale Tribunal entscheiden, ob das Silberpfeil-Team für die Probefahrten in Barcelona rechtlich belangt werden kann oder nicht.

Regelbruch muss verfolgt und bestraft werden

Für Ferrari besteht in dieser Frage kein Zweifel. Die Italiener machen schon anderthalb Wochen vor dem Verfahren Druck. "Ich möchte das gar nicht kommentieren", beginnt Präsident Luca di Montezemolo seine Ausführung in einem offiziellen Ferrari-Statement, nur um es dann doch zu tun. "Ich sehe mit Genugtuung, dass der Verband diesen Vorfall gut verfolgt."

Der Ferrari-Capo lässt keine Zweifel, was er sich nächste Woche für ein Urteil aus Paris wünscht. "Wir hoffen, dass die Formel 1 weiter professionell bleibt. Wir haben Vertrauen, dass diejenigen, die versuchen die Regeln zu umgehen verfolgt und bestraft werden, oder besser mehr bestraft als verfolgt."

Bessere Startplätze und besseres Wetter

Montezemolo nutzte die Gelegenheit auch für eine Kampfansage an Red Bull und Tabellenführer Sebastian Vettel. "Wir wissen genau, was wir tun müssen, um zu gewinnen. Ich werde lange und detaillierte Meetings mit Domenicali und den Ingenieuren führen. Wir werden uns verbessern und bis zum letzten Rennen konkurrenzfähig sein. Wir werden nicht aufgeben."

Die einzige Schwäche sei aktuell das Qualifying. "Es wäre schon genug, wenn wir einen normalen Samstag erwischen und das Auto komfortabel in die ersten zwei Startreihen bringen. Von dort können wir Rennen gewinnen. Es muss nicht unbedingt Pole Position sein. Am Sonntag ist Alonso wieder ein tolles Rennen gefahren."

Auch das Wetter spielte in Montreal nicht ganz mit. Vor allem die Kälte und die Nässe im Qualifying schmeckte dem Ferrari nicht. Montezemolo schickte ein Stoßgebet an die Wettergötter: "Wir können uns nur erhoffen, dass es in Zukunft etwas heißer an den Rennwochenenden ist."

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