Ferrari mit neuem Auto in Bahrain

Foto: Ferrari 8 Bilder

Am Donnerstagmorgen (24.3.) fiel in Maranello die endgültige Entscheidung zugunsten des F2005. Das Übergangsmodell F2004M ist ab sofort Geschichte. Beim nächsten Rennen in Bahrain (3.4.) kommt der neue Ferrari zum Einsatz.

"Der Mugello-Test, bei dem beide Fahrer erstmals im F2005 saßen, hat das Potenzial des neuen Autos gezeigt", sagt Teamchef Jean Todt. Am 3. April erlebt das neue Auto in Bahrain sein Renndebüt. Bisher stehen erst zwei der neuen Chassis zur Verfügung. als Ersatzauto muss daher beim ersten Einsatz noch der F2004M herhalten.

Bridgestone hat ebenfalls eine Erhöhung der Schlagzahl angekündigt. In Bahrain sollen bereits neu entwickelte Pneus zur Verfügung stehen. "Wir glauben, dass uns diese Kombination aus neuen Elementen - sowohl beim Auto als auch den Reifen - die Chance gibt, aus der Defensive zu kommen. Ich bin sehr glücklich, wie schnell das Team und unsere Partner reagiert haben, um uns wieder auf unser wirkliches Level zu bringen", sagt Todt.

Testzeiten wenig glanzvoll

Die Testzeiten von Schumacher und Barrichello mit tiefen 1:21er Zeiten geben indes wenig Grund zum Optimismus. Testfahrer Luca Badoer fuhr in der vergangenen Woche bereits eine Zeit von 1:19.675 Minuten, und auch das ist noch eine Sekunde langsamer als der Rundenrekord. Zur Ehrenrettung des F2005 sei gesagt, dass sonst keine Referenzzeiten von Autos des aktuellen Reglements existieren.

Bei 26 Grad Asphalttemperatur waren die Bedingungen beim gestrigen Test ideal für Bridgestone. Der Reifenhersteller hat aber keine Chance, vor dem kommenden Grand Prix bei wirklich heißem Wetter zu testen. Auch in Bahrain sind Asphalttemperaturen von weit über 40 Grad möglich.

Hoffen auf den Sandsturm

So besteht die Gefahr, dass Ferrari mit dem im Wettbewerb unerprobten Auto und den Bridgestone-Gummis erneut eingeht. Eines könnte die Roten retten: In Bahrain weht ein stetiger Wind permanent Wüstensand auf die Strecke. Eine saubere Spur mit reichlicher Gummi-Auflage entwickelt sich auf der Rennstrecke von Sakhir nie.

Die Michelin-Teams benötigen aber eine Gummischicht auf der Ideallinie, um wirklich schnell zu sein. Auf "grüner" Strecke (normalerweise nur freitags) sind Ferrari und Bridgestone traditionell stark.

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